FRAUENLAND

Freundliche Übernahme durch den Freistaat

Erster Spatenstich mit Baggerschaufel: Oberbürgermeister Georg Rosenthal und die Leiterin der FOS/BOS Kitzingen mit Standort Würzburg, Susanne Kraus-Lindner, in Aktion.
Erster Spatenstich mit Baggerschaufel: Oberbürgermeister Georg Rosenthal und die Leiterin der FOS/BOS Kitzingen mit Standort Würzburg, Susanne Kraus-Lindner, in Aktion. Foto: FOTO Franz Nickel

Das Sprichwort „Was lange währt, wird endlich gut“ passt ganz genau auf die Erweiterung des städtischen Berufsbildungszentrums I (Franz-Oberthür-Schule), das nach der Fertigstellung des neuen Anbaus vom Freistaat Bayern als Träger übernommen und dann zur staatlich-beruflichen Oberschule Würzburg wird. Diese aus Sicht der Stadt keinesfalls „feindliche Übernahme“ geht voraussichtlich im September nächsten Jahres über die Bühne.

Die Bereiche Fachoberschule und Berufsoberschule (FOS/BOS) sind die Segmente im Bildungssektor, die große Zuwachsraten verzeichnen. Seit 2003 müssen teilweise Schüler aus Würzburg sogar zum Unterricht nach Kitzingen, manche lernen in Klassenräumen der ehemaligen Schillerschule in der Sanderau. Diese Odysseen gehören nach der Errichtung des Neubaus der Vergangenheit an. In dem Gebäude werden der Bereich Druck/Medien der Berufsoberschule sowie Teile der Fachoberschule untergebracht.

Oberbürgermeister Georg Rosenthal, der den ersten Spatenstich nach der Einweisung durch einen Fachmann am Schalthebel eines Baggers ausführte, bezifferte die Baukosten auf circa 8,5 Millionen Euro. Diesen Betrag teilen sich die Stadt mit 5,2 Mio. Euro, 3,3 Mio. Euro zahlt das Land Bayern als Zuschuss.

Er freute sich über den bevorstehenden „Trägerwechsel“, zumal Würzburg in den vergangenen Jahren „außerordentlich viele Haushaltsmittel in den Bildungsbereich“ investiert habe. Diese Ausgaben seien jedoch gerechtfertigt, weil sie die Zukunft sicherten. Laut Rosenthal gehört Würzburg zu den Kommunen im Freistaat „mit den höchsten Bildungsetats“.

Neue Akzente

„Die Fach- und Berufsoberschule hat sich im pädagogischen Bereich einen Namen gemacht“, betonte der OB. Unter schwierigen Bedingungen seien sogar noch mehr Schüler aufgenommen worden. Die Erweiterung um den Neubau setze sowohl architektonisch, als auch energetische und pädagogische Akzente. Aufgrund der Verlagerung des Druck/Medien-Sektors werde Platz frei für Fachräume des Lebensmittelbereichs.

Schulreferent Muchtar Al Ghusain hob hervor, dass seit der Errichtung der Leonhard-Frank-Grundschule 1995 in Würzburg kein neues Schulgebäude mehr geschaffen wurde. Baureferent Christian Baumgart machte vor allem auf die „vielen Synergie-Effekte“ wegen der zusätzlichen Räumlichkeiten aufmerksam.

Architekt Manfred Ring informierte die Festgäste über einige Details. Die Räume bekommen eine Lüftungsanlage, damit die Schüler immer über genügend Sauerstoff zum Lernen verfügten. Die großen Fenster ließen viel Tageslicht in die Räume, „wenn die Schüler einschlafen, liegt das dann entweder am Lehrplan oder dass sie zu spät ins Bett gegangen sind“. Das Gebäude wird in „klassischer Stahlbetonkonstruktion“ errichtet und hat einen außen angebrachten Sonnenschutz. Das Gründach sorgt dafür, dass das Regenwasser zeitverzögert ins Kanalsystem geleitet wird.

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