Würzburg

Frischer Wind: Drei Kandidaten für Höchberg

Peter Stichler, Bürgermeister der Gemeinde Höchberg, scheidet nach 25 Jahren aus seinem Amt aus. Gleich drei Kandidaten wollen jetzt ins Höchberger Rathaus einziehen.
Wähler in Bayern werden am 15. März wieder an die Urne gerufen. Foto: Michael Kappeler
Sarah Braunreuther Foto: Christoph Gehret

Sarah Braunreuther (CSU) kandidiert für das Amt der Bürgermeisterin in Höchberg. Die Liebe zu ihrem Heimatort, sowie ihre Erfahrung im Gemeinderat sind ihr Antrieb zur Kandidatur, erklärt sie. Politische Verantwortung zu tragen und sich für die Gesellschaft, die Menschen und ihre Belange einzusetzen, sei ihr wichtig. Während sie über sechs Jahre sowohl im Haupt- und Finanzausschuss, als auch im Kindergartenausschuss tätig war, ist sie in der laufenden Amtszeit Mitglied im Bau- und Umweltausschuss von Höchberg. „Somit kenne ich viele Bereiche der kommunalen Arbeit“, so Braunreuther.

Freizeitaktivitäten in der Gemeinde fördern

Die Weiterentwicklung der Gemeinde wolle sie zukunftsorientiert gestalten. Ein barrierefreies Rathaus, ein Altort mit hoher Aufenthaltsqualität, die Förderung von Gewerbe und ein Dorfladen gehören für Braunreuther zum Konzept. Außerdem möchte sie das DERAG-Zentrum neu strukturieren und ein innovatives Verkehrskonzept auf den Weg bringen. Eine neue Sporthalle, sowie ein Spazier- und Fahrradweg zur Frankenwarte seien ihr neben der Unterstützung der örtlichen Vereine und ehrenamtlichen Initiativen ebenfalls wichtige Anliegen, sagt die Bürgermeisterkandidatin. Besonders in den Bereichen Gewerbeentwicklung, bezahlbarer Wohnraum und Umweltschutz sieht Sarah Braunreuther in ihrer Gemeinde noch Nachholbedarf.

Sarah Braunreuther ist 39 Jahre alt. Die Ergotherapeutin ist in Höchberg einheimisch und seit 2008 Mitglied im Marktgemeinderat. Seit ihrer Jugend ist sie in verschiedenen Vereinen ehrenamtlich aktiv.

Sven Winzenhörlein Foto: Niklas Wunderlich

Mehr Fokus auf Naturschutz

Auch Sven Winzenhörlein (Bündnis 90 / Die Grünen) kandidiert für das Amt des Bürgermeisters. Er möchte „frischen Wind“ ins Rathaus bringen und die Gemeinde „gut führen“: „Neue Ideen gibt es nur mit mir. Ich möchte die Gemeinde offen, ehrlich  und zuverlässig vertreten und für alle Mitbürgerinnen und Mitbürger da sein, egal ob für Alteingesessene oder Neubürger, Jung und Alt“, so Winzenhörlein. Er erklärt weiter, dass Bauen und Wirtschaften in Höchberg stets unter dem Aspekt des Naturschutzes erfolgen müsse. Insbesondere wegen der großen versiegelten Fläche der Gemeinde müssten Ausgleichsflächen gepflegt werden. Auch den öffentlichen Nahverkehr möchte er ausbauen, sowie sich langfristig für eine Straßenbahnlinie nach Höchberg einsetzen. Nachholbedarf sieht Winzenhörlein in der Investition in regenerative Energien, in der Transparenz für Außenstehende bei Entscheidungen im Rathaus und der Rücksicht auf Radfahrer und Fußgänger bei Straßenbaumaßnahmen.

Der 43-jährige Sven Winzenhörlein ist Informatiker und Verwaltungsangestellter. Winzenhörlein ist verheiratet, lebt seit 2005 in Höchberg und ist seit 2014 Mitglied im Kreisrat. 

Alexander Knahn Foto: Design Bureau Dirk Baierlipp - D

Ein Ort in dem man alt werden kann

Alexander Knahn (überparteilich) ist der dritte Bürgermeisterkandidat der Gemeinde Höchberg, wo er auch aufgewachsen ist.  Seit elf Jahren ist der Architekt auch Bauamtsleiter der Gemeinde. Als Familienvater dreier Kinder liege ihm sein Heimatort besonders am Herzen, erklärt Knahn. Deshalb möchte er „überparteilicher Bürgermeister“ werden und für Höchberg auch weiterhin „unabhängig von Parteivorgaben“ Verantwortung übernehmen.

Eine familienfreundliche Gemeinde für junge Familien setzt er sich für eine mögliche Amtszeit als Bürgermeister zum Ziel, ohne dabei die ältere Bevölkerung außer Acht zu lassen, so Knahn: „Mir ist es ein  großes Anliegen, dass man in dem Ort alt werden kann, in dem man den Großteil seines Lebens verbracht hat.“ Die Ortsentwicklung Höchbergs wolle er nachhaltig vorantreiben. So solle das Ortsbild entwickelt, und bedarfsgerechte Einrichtungen für alle Generationen geschaffen und erhalten werden. Nach Alexander Knahns Ansicht gibt es kaum Versäumnisse der Gemeinde während der letzten Amtszeit: „Durch eine konstruktive Zusammenarbeit mit dem Marktgemeinderat und den Kollegen aus der Verwaltung in den letzten sechs Jahren wurden die Weichen gut gestellt.“

Der 44-jährige Alexander Knahn ist verheiratet und hat drei Kinder. Auch er ist im Höchberger Vereinsleben aktiv. Knahn ist keiner Partei angehörig, wird in seiner Kandidatur aber von SPD, FDP und UWG unterstützt. 

In einer früheren Version dieses Artikels wurde nicht erwähnt, dass Alexander Knahn in seiner Kandidatur auch von der FDP unterstützt wird.

Von Altertheim bis Zell: In 47 Gemeinden des Landkreises Würzburg wird am 15. März die Bürgermeisterin oder der Bürgermeister gewählt. In loser Reihenfolge stellen wir die Kandidaten für dieses Amt vor.

Klicken Sie mit der Maus auf die entsprechende Gemeinde und Sie erfahren, wer dort als Bürgermeister kandidiert. Die Karte wird regelmäßig aktualisiert.

Rückblick

  1. Parteinotiz: Kandidatenvorstellung SPD und unabhängige Bürger
  2. Markus Blume kommt nach Ochsenfurt
  3. Kritischer Spaziergang mit Christian Zwanziger und Karen Heußner
  4. Vier auf einen Streich – die Bürgermeisterkandidaten stellen sich vor
  5. Wer wird Bürgermeister in Waldbüttelbrunn?
  6. Wahlarena der Main-Post am 5. März: Was bewegt Ochsenfurt?
  7. Hemmersheim: Langjähriger Bürgermeister kandidiert erneut
  8. Kommunalwahl: Interaktiver Stimmzettel und Wahllokalfinder
  9. CSU/Bürgervereinigung stellt Kandidaten vor
  10. Eisenheim: Ein Pädagoge will Bürgermeister werden
  11. Parteinotiz: Rundgang mit den ULO-Kandidaten
  12. Gollhofen: Warum Bürgermeister Klein weitermachen will
  13. Parteinotizen: SPD und Junge Liste stellen Kandidaten vor
  14. Kommunalwahl: Wie läuft das mit den Wahlplakaten?
  15. Parteinotizen: 75 Jahre SPD-Ortsverein Erlabrunn gefeiert
  16. Heiko Menig: Gemeinsam mit den Bürgern kann ich viel erreichen
  17. Neue Ideen landeten in Alois Fischers Scheune
  18. Höchberg: Wie verkaufen sich die  Bürgermeisterkandidaten?
  19. Wahlarena Höchberg: Das sagen die Zuschauer
  20. Digitaler Valentinstag mit Judith Gerlach
  21. Hoher Besuch bei den Freien Wählern
  22. U 18-Wahl für Jugendliche am 6. März
  23. 16 CSU-Kandidaten stellten sich den Bürgern vor
  24. Zum Nachlesen: Die Main-Post-Wahlarena mit den Höchberger Bürgermeisterkandidaten
  25. Helmstadt: Zwei Kandidaten fürs Bürgermeisteramt
  26. AfD-Landratskandidat Stabrey sagt bei Main-Post-Wahlarena ab
  27. CSU-Kandidaten werben für respektvollen Umgang
  28. Kandidaten-Tour: ÖPNV und Wohnen im Landkreis sind wichtig
  29. Bürgermeisterwahl Höchberg: Ab 18 Uhr Liveblog aus der Wahlarena
  30. Valentinsfrühstück von CSU/JU für Frauen
  31. Gerbrunn: Langjähriger Bürgermeister kandidiert erneut
  32. Riedenheim: Bürgermeister will im Amt bleiben
  33. Röttingen: Wer löst Bürgermeister Martin Umscheid ab?
  34. Ochsenfurt: Main-Post-Wahlarena im Liveblog
  35. Warum Würzburger Wirte die AfD-Wahlveranstaltung platzen ließen
  36. Kleinrinderfeld: Frischer Wind im Rathaus
  37. Kleinrinderfeld: Frischer Wind im Rathaus
  38. „Den Verkehr sozialverträglich in den Griff bekommen“
  39. CSU spendete für Helfernetzwerk
  40. Bürgermeister Peter Juks und dessen  Mannschaft „on tour“
  41. Wahlarena der Main-Post am 18. Februar: Was bewegt Höchberg?
  42. Oberpleichfeld: Bürgermeisterin will im Amt bleiben
  43. Bergtheim: Schlier will Bürgermeister bleiben
  44. Kandidaten zogen Zwischenbilanz
  45. Nominierungsveranstaltung des SPD-Ortsvereins Güntersleben
  46. CSU Gerbrunn stellte ihre Kandidaten vor
  47. Bürgerliste Sommerhausen stellt ihre Kandidaten vor
  48. Eibelstadt: Wer regiert künftig in Eibelstadt?
  49. „ Zukunft für Würzburg“ (ZfW) geht mit 40 Kandidaten ins Rennen
  50. Christian Holzinger stellt sich vor

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