Würzburg

Frühere Generaloberin der Ritaschwestern gestorben

Im Alter von 94 Jahren ist am Dienstag, 25. Februar, Schwester Marietta Lermer von der Kongregation der Ritaschwestern gestorben. Von 1981 bis 1994 lenkte sie als Generaloberin die Geschicke ihres Ordens. Das berichtet der Pressedienst des Bischöflichen Ordinariats.

Als Emma Theresia Lermer wurde sie 1925 in Würzburg geboren. Nach dem Besuch der Städtischen Handelsschule für Mädchen in Würzburg absolvierte Lermer eine Ausbildung zur Bankkauffrau und arbeitete bis 1949 im erlernten Beruf. 1949 trat sie in Würzburg in die Kongregation der Ritaschwestern ein. Im April 1950 wurde sie eingekleidet und erhielt den Ordensnamen Schwester Marietta. Von 1951 bis 1953 wurde sie an der Sozialen und Caritativen Frauenschule des Katholischen Frauenbunds in München zur staatlich anerkannten Wohlfahrtspflegerin und Sozialarbeiterin mit kirchlichem Examen zur Seelsorgehelferin ausgebildet.

1955 legte sie die Ewige Profess ab. Von 1956 bis 1959 war Lermer für die Kandidatinnen verantwortlich. Anschließend hatte sie bis 1963 das Amt der Generalökonomin inne. Ab 1963 wirkte sie fast 18 Jahre als Gemeindeassistentin in der Würzburger Pfarrei Sankt Barbara. Zudem war sie von 1963 bis 1975 als Assistentin in der Generalleitung der Gemeinschaft tätig und wirkte zudem als Oberin des Konvents.

1981 wurde Lermer zur Generaloberin gewählt und leitete bis 1994 die Ordensgemeinschaft. Damals habe die Gemeinschaft mehr als 200 Schwestern gezählt, die in über 30 Filialen lebten, heißt es im Nachruf.

In Lermers Amtszeit fiel unter anderem das 75-jährige Gründungsjubiläum der Gemeinschaft. 1987 wurde das Mutterhaus grundsaniert. Auch wurde in Racine (USA) ein neues Konventshaus eingeweiht und in Luzern das Ritawerk Schweiz von den Augustinern übernommen. Von 1988 bis 1991 war Lermer zudem Präsidentin der Föderation der augustinischen Frauengemeinschaften Deutschlands.

1992 erhielt sie für ihr langjähriges Mitwirken in den Anliegen der Caritas das Ehrenzeichen in Gold. „In allen äußeren Ereignissen war Schwester Marietta stets verwurzelt in einem tiefen Glauben und einer dienenden und überzeugenden Haltung. Sie war verlässlich und genau, der Tradition verbunden und doch bereit, Neues zu wagen“, schreibt der Orden in seinem Nachruf.

Nach dem Ende ihrer Amtszeit übernahm Lermer weiterhin Aufgaben in der Verwaltung und im Sekretariat, gab spirituelle Impulse in den Konventen sowie Konventsgruppen und leitete einen Bibelkreis für die alten Schwestern.

Die Beisetzung findet am Freitag, 28. Februar, um 12.45 Uhr auf dem Hauptfriedhof in Würzburg statt, im Anschluss wird in der Kapelle des Mutterhauses der Ritaschwestern das Requiem gefeiert.

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