Würzburg

Früherer SPD-Stadtrat Manfred Scherk mit 87 Jahren gestorben

Jahrzehntelang im Stadtrat und engagiert in der Sozialdemokratie: Manfred Scherk war bekannt als Pädagoge und streitbarer Politiker.
Der ehemalige SPD-Stadtrat Manfred Scherk ist tot. Das Foto entstand zu seinem 75. Geburtstag 2006.  Foto: Obermeier

Er war ein Lehrer mit besonderer Ausbildung und ein streitbarer Kommunalpolitiker, der immer zu seiner Meinung stand und nie ein Blatt vor den Mund nahm. Bis ins hohe Alter war er noch geistig fit und aktiv, hat Zeitung gelesen und sich für die Politik interessiert. Nun ist Manfred Scherk im Alter von 87 Jahren gestorben. 

Sein bewegtes Leben hat Manfred Scherk selbst in einem 500 Seiten starken Buch zusammengetragen. Geboren wurde er in Ostpommern, wo er in einer preußischen Beamtenfamilie aufwuchs. Kriegswirren hatten die Familie zeitweise getrennt, dann übersiedelte sie nach Oberschwarzach am Steigerwald.

Junglehrer im Kitzinger Land

Im zerstörten Würzburg ging Scherk zur Schule, machte am Alten Gymnasium sein Abitur und studierte Pädagogik. Als Junglehrer arbeitete er in Schnepfenbach und Rimbach. Als Ausbildungslehrer der neu gegründeten Pädagogischen Hochschule wurde er dann nach Würzburg an die Waltherschule in Heidingsfeld versetzt. Nach seinem Einsatz in der Sprachheilschule der Universität Heidelberg leitete er die staatliche Schwerhörigenschule (heute Dr.-Karl-Kroiß-Schule) in Würzburg. Danach wurde er Rektor der Gustav-Walle-Schule in der Lindleinsmühle.

Schon in jungen Jahren war Manfred Scherk in die SPD eingetreten. Von 1968 bis 2002 saß er für seine Partei im Stadtrat und engagierte sich vor allem in den Bereichen Schule, Kultur, Bauwesen und Umwelt. In zahlreichen Funktionen war Scherk tätig, so als Aufsichtsratsvorsitzender der Hafen GmbH, im Zweckverband Abfallwirtschaft des Müllheizkraftwerkes, als Fachberater im Umweltausschuss des bayerischen Städtetages, im Schul- und Kulturausschusses und im Bauausschuss der Stadt, im Sportbeirat und später im Seniorenbeirat.

Dazu engagierte sich Scherk ehrenamtlich im Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband und in der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft. Scherk war ein Mann mit Humor und Witz und so auch Gründungsmitglied der Fasenachtsgilde Giemaul Heidingsfeld. Eines seiner Hobbys war der Schafkopf, den er meisterlich beherrschte.

Hohe Auszeichnungen für gesellschaftliches Engagement

Für sein öffentliches Engagement bekam Scherk das Bundesverdienstkreuz am Bande, die Kommunale Verdienstmedaille Bayerns in Silber, das Goldene Stadtsiegel, den Ehrenring der Stadt Würzburg und die Ehrendampfmaschine des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Raum Würzburg.

Um ihn trauern seine Frau Ingeborg, drei Kinder, Angehörige und viele Wegbegleiter. Der Verstorbene wird im engsten Familienkreis beigesetzt.

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