MARGETSHÖCHHEIM

Für Notfälle am Tag wieder gerüstet

Die neue Tagesalarmgruppe mit Bürgermeister Waldemar Brohm (links), Kreisbrandrat Michael Reitzenstein (3. von rechts) sowie Kommandant Peter Götz (2. von rechts). Foto: Kreutzer

Tag und Nacht ist die Feuerwehr einsatzbereit. Damit auch werktags zwischen sieben und 17 Uhr eine optimale Einsatzbereitschaft für Margetshöchheim gegeben ist, wurde jetzt eine Tagesalarmgruppe gegründet. Den Grundstock der Gruppe bilden die fünf Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofs, die der Feuerwehr im Ernstfall zur Verfügung stehen sollen.

Die Gemeinde-Angestellten wurden von Gruppenführer und drittem Kommandant Matthias Kreiner an den Feuerwehrdienst herangeführt und bilden das Rückgrat der Wehr, wenn die meisten Feuerwehrleute außerorts an ihren Arbeitsplätzen gebunden sind. Ergänzt werden soll die Tagesalarmgruppe in Zukunft durch Angestellte örtlicher Betriebe, die bereits Feuerwehrdienst in ihrer Heimatgemeinde leisten.

Ersten gemeinsame Übung der Tagesalarmgruppe.

Darüber hinaus steht die Gruppe allen ohnehin schon aktiven Feuerwehrleuten offen, die gern zusätzlich üben möchten. Bei der ersten gemeinsamen Übung der Tagesalarmgruppe dankten Kreisbrandrat Michael Reitzenstein und Margetshöchheims Bürgermeister Waldemar Brohm (CSU) allen Aktiven für ihr Engagement und die Bereitschaft, die Feuerwehr in Zukunft zu verstärken.

Margetshöchheim ist eine typische Pendlergemeinde.

„Der Großteil unserer aktiven Feuerwehrdienstleistenden arbeitet außerhalb“, betont Kommandant Peter Götz. Nur wenige hätten unter der Woche vormittags frei oder seien als Studenten zeitlich flexibel. Im Falle eines Brandes oder Unfalles stünden so weniger Einsatzkräfte zur Verfügung, als abends oder am Wochenende, so Götz weiter. Zusammen mit der Gemeinde habe man deshalb nach Lösungen gesucht, um bald personell besser aufgestellt zu sein.

Vorgesetzter unterstützt Vorhaben gerne.

Durch die Mitgliederwerbung der Margetshöchheimer Wehr im letzten Jahr wurde auch der in der Gemeinde arbeitende Ingenieur Jochen Lauerer auf die Personalnot der Feuerwehr aufmerksam: „Ich habe mich vorab mit meinem Vorgesetzten abgesprochen. Er unterstützt mein Vorhaben gerne“, schildert er. Lauerer ist begeisterter Feuerwehrmann in seinem Wohnort Wolfsmünster (Lkr. Main-Spessart) und hat vor kurzem die Ausbildung zum Gruppenführer abgeschlossen.

Den Betrieben entsteht kein finanzieller Nachteil, wenn sie Angestellte für den Feuerwehreinsatz freistellen, teilt die Feuerwehr mit. Es bestehe sogar die Möglichkeit, den entstandenen Verdienstausfall bei der Gemeinde geltend zu machen. Die Feuerwehr hat angekündigt, mit Unterstützung der Gemeinde in Kürze auf ortsansässige Betriebe zugehen, um dort gezielt nach Mitarbeitern zu fragen, die die Feuerwehr werktags unterstützen können.

Auch Quereinsteiger sind willkommen.

Bereits ab zwölf Jahren kann man bei der Feuerwehr aktiv werden. Auch Quereinsteiger und passive Unterstützer sind willkommen.

Mehr Infos: www.feuerwehr-margetshoechheim.de

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