Ochsenfurt

Ganz nah dran am Leben

Ob mit oder ohne Gitarre, Werner Meier war immer nah dran am Puls der Zeit. Foto: Helmut Rienecker

Zu den drei Veranstaltungen in der Reihe Ochsenfurter Kulturherbst im Oechsnerstüble gehört traditionell auch immer ein Kabarettabend. Heuer konnte dazu der bayrische Künstler Werner Meier eingeladen werden. Renate Lindner vom Förderverein Spital freute sich "dass sich auch einmal jemand von unterhalb der Weißwurstgrenze nach Ochsenfurt traut". Weißwürste gab es an diesem Abend jedoch nicht. Das Küchenteam hatte dafür verschiedene bayerische Schmankerln zum Bier im Angebot.

Nachdem an diesem Abend gleich drei Geburtstagskinder im Saal waren, begann Meier das Programm mit "Happy Birthday" und auch sein erstes Lied handelte von diesem Thema. Es ging um ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk, einem Radiergummi. Und der bereitete ihm wirklich Freude. Denn der muss weder gefüttert noch gegossen werden. Man muss dieses Geschenk auch nicht an die Wand hängen oder so aufstellen dass es immer im Blick des Schenkers ist. Und irgendwann ist er dann wegradiert.

Auch das nächste Stück sorgte für viel Gelächter und Applaus. Es ging um den inneren Schweinehund, der ihn immer vom Radlfahren abhält und ihm lieber noch ein Bier bringt. Seine Kumpels haben ihren Schweinehund schon lange um die Ecke gebracht. Aber was haben sie jetzt davon: Der viele Sport hat sie krank gemacht.

Doch an diesem Abend hatte Werner Meier auch einige ernstere Stücke im Programm. Damit zeigte er klare Kante gegen rechts. Und in dem Lied "Wutbürger" drückt er sein Unverständnis aus, dass Menschen mit Eigenheim und Zweitwagen dennoch so unzufrieden sind.

Ansonsten behandelte er an diesem kurzweiligen Abend noch viele Themen. So die vielgepriesene künstliche Intelligenz. Auf dem Bauernhof, so meinte er, geht jetzt alles automatisch. Aber das Bauer wird zum Knecht seiner Computer und Maschinen. Dass auch ganz normale Menschen von der modernen Technik abhängig sind, zeigte er in den Lied "Ich hab mein Handy vergessen".

Erst nach drei Zugaben war dann Schluss. Die Zuschauer hatten einen unterhaltsamen Abend erlebt, der aber auch einiges zum drüber Nachdenken übrig lies. Im nächsten Herbst wird die Reihe der Herbstimpressionen fortgesetzt. Auch da wird Brauereibesitzer Dietrich Oechsner wieder die Gagen der Künstler sowie die Getränke spendieren. Und wie schon seit elf Jahren kommt der Reinerlös wieder der Sanierung des Ochsenfurter Spitals zugute.

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