REGION WÜRZBURG

Gebietsvinothek unter dem Dach der Allianz „Main-Wein-Garten e.V.“

Unter besten Voraussetzungen startet die Realisierung einer zentralen Gebietsvinothek unter dem Dach der kommunalen Allianz „Main-Wein-Garten e.V.“ Das Vorhaben soll nicht weniger sein als das ambitionierte Leuchtturmprojekt der unter dem Logo der „Acht vom Main“ vereinten Mitgliedsgemeinden Erlabrunn, Himmelstadt, Margetshöchheim, Retzstadt und Thüngersheim mit den Märkten Zell und Zellingen mit dessen Ortsteilen Retzbach und Duttenbrunn.

Einzelheiten ausarbeiten

Nach dem Beschluss bei einer Infoveranstaltung in der Raiffeisen-Sporthalle in Thüngersheim wird zunächst eine Projektgruppe alle Einzelheiten zum künftigen Betrieb ausarbeiten. Mit im Boot sind neben Weinbaubetrieben, überwiegend aus Thüngersheim, insbesondere die Landesanstalt für Wein- und Gartenbau (LWG), vertreten durch Präsident Hermann Kolesch, die „Main-Streuobst-Bienen-eG“, sowie Divino Nordheim/Thüngersheim, wie deren Geschäftsführer Wendelin Grass versicherte. „Eine Vinothek darf aber niemals nur auf den Wein beschränkt sein. Stattdessen sollen sich in einer Anlaufstelle für die Region hier Konsumenten unter Urlaubern ebenso angesprochen fühlen, wie die Bevölkerung“, umschrieb LWG-Präsident Kolesch.

„Deshalb wird sich auch der neu gegründete Tourismusverein Nördliches Würzburger Land an dem Projekt beteiligen“, wie Vorsitzender Norbert Häglsperger bestätigte. Für den Überraschungseffekt schlechthin sorgte bei der Infoveranstaltung zu dem Vorhaben allerdings der Thüngersheimer Bürgermeister und stellvertretender Allianzsprecher Markus Höfling. Nach Höflings Aussage habe die Kreisgruppe Würzburg im Bayerischen Jagdverband (BJV) ebenfalls ihre Beteiligung signalisiert. Ihm, Höfling gegenüber, habe dies BJV-Kreisvorsitzender Manfred Ländner (Kürnach) zum Ausdruck gebracht.

Ursprünglich hatten die BJV-Kreisgruppen Würzburg und Main-Spessart in Thüngersheim als Leader-Porjekt einen zentralen Zerwirkbetrieb mit angegliederter Wildbretvermarktung für die Mitglieder beider Kreisgruppen geplant. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch wegen zu geringer Förderung. Wegen des wirtschaftlichen Aspekts sollten nur dreißig Prozent Zuschuss fließen. Deshalb hatten sich die Kreisgruppen aus Kostengründen von einer eigenen zentralen Einrichtung distanziert.

Gegenüber dieser Redaktion bestätigte BJV-Kreisvorsitzender Manfred Ländner auf Nachfrage Höflings Aussage hinsichtlich einer Beteiligung der Waidmänner an einer Gebietsvinothek. „Der beabsichtigte Zerwirkbetrieb ist hinfällig. In der Vinothek soll aber zertifiziertes, küchenfertig zerwirktes Wildbret aus der Region angeboten werden. Hierzu wird sich die BJV-Kreisgruppe, wie jeder andere Anbieter in der Vinothek, an der Betriebsform finanziell beteiligen“, bestätigte Ländner. Nach Aussage von LWG-Präsident Kolesch habe auch Martin Neumeyer, Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Staatsforsten, eine Beteiligung signalisiert. „Es wäre schön, wenn wir hier in einer Vinothek das Thema Wild und Wein im Einklang mit einer Wildmanufaktur spielen könnten“, äußerte Kolesch.

Als Ergebnis der Infoveranstaltung soll eine Projektgruppe mit Mitgliedern aus allen Interessengruppen im konstruktiven kleineren Kreis den Weg bereiten zu einer breit aufgestellten Gebietsvinothek. Einzige Vorgabe hierbei ist der mögliche Standort in Thüngersheims Gewerbegebiet zwischen dem Radweg und der B27 in unmittelbarer Nachbarschaft zum neuen Netto-Markt.

„Wir lassen hier einen spektakulären Hotspot entstehen“, kündigte LWG-Präsident Kolesch voller Überzeugung an, mit Hinweis auf eine Förderung von 25 Prozent durch die LWG.

Entwicklung vorantreiben

Die Bürgermeister der acht Gemeinden aus der frischgegründeten Kommunalen Allianz „Main-Wein-Garten“, vereinbarten, dass sie sich jedes Jahr einmal in jedem Ort bei einem Fest treffen wollen. Die „8 vom Main“ möchte mit der Zusammenarbeit die Entwicklung der Region zwischen Würzburg und Karlstadt vorantreiben. Beim Sommernachtsfest des TSV Erlabrunn informierten sich die Bürgermeister zusammen mit dem Würzburger Landrat Eberhard Nuß über den Bau des Kunstrasen-Fußballplatzes.

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