MARGETSHÖCHHEIM

Gemeinde lässt Hochbehälter sanieren

Sanierung oder Neubau, das waren die beiden Alternativen für den maroden Hochbehälter der Wasserversorgung der Gemeinde. Das Ingenieurbüro Jung hatte den Behälter untersucht und die Ergebnisse dem Gemeinderat vorgestellt. Die Mitarbeiter wiesen auf eine Reihe von Mängeln hin, die für die Verkeimung verantwortlich sein könnten, konnten aber konkret keinen Mangel benennen, der eindeutig für die derzeitigen Verkeimungsprobleme verantwortlich ist. Die wahrscheinlichste Ursache dürfte jedoch der desolate Zustand der Betonwände sein, wobei noch unklar ist, ob von außen drückendes Grundwasser eindringt oder ob die Betonschäden im Kammerinneren die Ursache sind. Deshalb muss sowohl eine Innensanierung wie auch eine Freilegung der Außenhülle erfolgen. Erst dann könne man den Zustand des Betons an der Außenseite, der dortigen Dämmung und der Drainage feststellen und die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen ermitteln. Das Büro empfahl zusätzlich zur Außenabdichtung für die Innensanierung eine mineralische Beschichtung der Beckenwände.

In der regen Diskussion ging es um die Frage, ob es nicht sinnvoller wäre, den bisherigen Hochbehälter aufzugeben und daneben einen neuen zu bauen. Für die Sanierung müssten rund 500 000 Euro eingeplant werden, für einen Neubau wären es mit Grunderwerb und allen Begleitmaßnahmen über 900 000 Euro. So entschied sich der Rat für eine Sanierung der beiden Becken und des Gebäudes. Beginn der Maßnahme soll noch im Herbst dieses Jahres sein. Vorher sollen noch die Förderanträge und die Ausschreibungen erfolgen. Man rechnet mit einer Bauzeit von sechs bis neun Monaten.

Die Wasserversorgung der Bevölkerung bleibt auch während der Sanierung sichergestellt, da die Kammern nacheinander saniert werden, sodass immer ein Becken zur Verfügung stehen wird. Die Arbeiten werden vermutlich an der rechten Kammer beginnen, sodass die erste Kammer frühestens Ende des Jahres mit ungechlortem Wasser ans Netz gehen kann. Im kommenden Jahr soll dann die zweite Kammer des oberen Hochbehälters saniert werden. Das Ingenieurbüro wurde mit der Erstellung einer Detailplanung beauftragt.

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