OBERPLEICHFELD

Gemeindepartnerschaft von Oberpleichfeld mit Úrkút in Ungarn beschlossen

Oberpleichfelder in Ungarn: Um die Partnerschaft mit Úrkút voranzutreiben, fuhr eine fränkische Delegation an den Balaton. Unser Bild entstand beim Besuch in der Porzellanmanufaktur in Herend. Beim Ausflug dabei waren Gemeinderätin Manuela Kuhn und Bürgermeisterin Martina Rottman... Foto: Kilian Limbach

Der Gemeinderat Oberpleichfeld hat mit 9:2 Stimmen beschlossen, eine Gemeindepartnerschaft mit Urkút in Ungarn in der Nähe des Balaton-Sees einzugehen. Die beiden gegenseitigen Besuche im Juli und August dieses Jahres sind laut Bürgermeisterin Martina Rottmann „hüben und drüben sehr schön verlaufen“. In Úrkút hätten alle Gemeinderäte die Partnerschaft bereits einstimmig befürwortet.

Eine sechsköpfige Gruppe aus Oberpleichfeld bekam nun das Mandat, die Gemeindepartnerschaft voranzubringen. Gemeinderätin Manuela Kuhn, Kilian Limbach, Martin Pfister, Dieter Plath, Burkard Wilpert und Emma Wilpert wurden beauftragt, die Kontakte zur 2300-Seelen-Gemeinde in Ungarn zu pflegen und den rechtlichen Rahmen zur Vorbereitung der Vertragsunterzeichnung zu regeln. Ob sich ein Partnerschaftsverein gründet oder ein Komitee unter der Schirmherrschaft der Gemeinde bildet, wird noch entschieden.

„Vieles läuft schon im sportlichen und privaten Bereich“, weist Bürgermeisterin Rottmann auf gut funktionierende Verbindungen hin.

In Úrkút werde teilweise noch Deutsch gesprochen. Das ist auch der Hauptgrund, warum die ungarische Gemeinde eine deutsch-ungarische Partnerschaft befürwortet. Kinder und Jugendlichen sollen ihre Wurzeln kennen und das deutsche Sprachgut nicht verlieren.

Rund 800 Kilometer sind es von Oberpleichfeld nach Úrkút. Die Ortschaft liegt am Nordhang des Kab-Gebirges im Bakonyer Waldgebiet und ist umgeben von Wäldern und Berghängen. Ortsoberhaupt in Úrkút ist wie in Oberpleichfeld eine Frau. Bürgermeisterin Anikó Fülöp spricht selbst kein Deutsch, aber es gibt eine deutsche Selbstverwaltung mit Josef Pichler als Vorsitzendem.

Bei den ersten Kontakten wurden schon die Gemeindewappen ausgetauscht, Spaziergänge durch die Dörfer unternommen und mit Ausflügen die Landschaft rund um die künftigen Partnergemeinden erkundet. Gemeinderätin Kuhn freut sich über die Anbahnung der deutsch-ungarischen Freundschaft. „Wir sind bereit, sie zu probieren“, sagt sie zum aktuellen Stand der Dinge. Das Team plant „im Wechsel einen gegenseitigen Besuch pro Jahr“.

Die beiden Bürgermeisterinnen Martina Rottmann (links) aus Oberpleichfeld und Anikó Fülöp aus Úrkút. Foto: Kilian Limbach

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