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Gemeinderat genehmigt zweite Änderung des Bebauungsplanes „Flussäcker I“

Mit der zweiten Änderung des Bebauungsplanes "Flussäcker I" will man den Bauwerbern möglichst weit entgegen kommen. Die haben schon fleißig Bauanträge gestellt, so dass das Gebiet in Kürze nicht nur aus Straße und Beleuchtung besteht. Foto: Matthias Ernst

Am 6. November 2017 wurde das Büro Auktor mit der zweiten Änderung des Bebauungsplans „Flussäcker 1“ vom Gemeinderat beauftragt. Die relevanten Festsetzungen wurden in einem Gesprächstermin am 28. November 2017 zwischen der Verwaltung und dem Büro Auktor abgestimmt.

Hintergrund, so Bürgermeister Volker Faulhaber, sei, dass man es den Bauherren einfacher machen wolle bei der Genehmigung ihrer Bauvorhaben. Bei der Aufstellung des ursprünglichen Bebauungsplanes waren einige Dinge nicht ausreichend bedacht worden, sodass die zweite Änderung nun mehr Gestaltungsspielraum bieten soll. Vor allem mit der Lage des Baufensters, es bestimmt in welchem Grundstücksbereich das Haus errichtet werden darf, war der Gemeindeart nicht zufrieden gewesen und auch die Dachgestaltung von Garagen und Wohndächern war ein Änderungswunsch. Man baue heute anders als noch vor neun Jahren.

Vertagung des Themas

Kritik kam allerdings von Jochen König und Sebastian Scheder (beide CSU) und Peter Hornung, die es lieber gesehen hätten, wenn die Änderungswünsche im Vorfeld den Gemeinderäten zur Beratung zugegangen wären. Sie beantragten eine Vertagung des Themas, um sich besser mit dem Fachplanungsbüro im Rücken zu den einzelnen Änderungswünschen äußern zu können. Dieser Antrag wurde jedoch bei einer Gegenstimme abgelehnt, da Bürgermeister Volker Faulhaber die Erläuterung der einzelnen Punkte selbst vornehmen wollte. Diese Vorstellung nahm mehr als eine Stunde in Anspruch, waren doch sehr viele Anregungen vom Fachbüro eingearbeitet worden in die zweite Änderung des Bebauungsplanes. Da ging es nicht nur um die erwähnten Themen, sondern auch um die Strauchhöhe von Gehölzen oder den Übergang von einem Grundstück zum nächsten. Teilweise kam es bei den Themen zu größeren Diskussionen, wobei alle eingestanden, keine Fachleute zu sein. Man müsse sich auf die Kompetenz des Büros Auktor verlassen können.

Schließlich votierte das Gremium einstimmig für die Annahme der Änderungen und verfügte die öffentliche Auslegung und die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange. Man hoffe, mit dem erneuten Ändern weniger Verwaltungsaufwand für die Gemeinde zu erreichen, denn mit den aktuellen Festsetzungen schaffe man den Bauherren große Freiheiten. Allerdings, so Bürgermeister Faulhaber, werde man nie sämtliche Wünsche der Bauherren in einem Bebauungsplan berücksichtigen können.

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