Gerbrunn

Gerbrunn: Überquerung der Otto-Hahn-Straße wird sicherer

Mit einem Zebrastreifen wird die Kreuzung von Otto-Hahn-Straße mit Paul-Ehrlich-Straße sicherer. Der Gerbrunner Bauausschuss sprach auch über Graffitis in der Ortsmitte.
Mit einem Zebrastreifen können Fußgänger die Otto-Hahn-Straße an der Ecke Paul-Ehrlich-Straße künftig sicherer überqueren. Das beschloss der Gerbrunner Bauausschuss. Foto: Patrick Seeger, dpa

Stefan Wolfshörndl lief in Salzburg den Halbmarathon. Bei Gerbrunns Bürgermeister ist Durchhaltevermögen auch in der Heimat gefragt: Neben der Rathausarbeit stand ein Ortstermin an der Roßsteige an. Es ging um die An- und Abfahrt zum Waldkindergarten, der im Frühjahr 2020 in der Nähe des Flürles eröffnet werden soll. Mancher Anwohner befürchtet ein Verkehrschaos. Mit einem Sammelplatz der Kinder scheint dafür eine Lösung gefunden worden zu sein.

Neuer Zebrastreifen kommt

An der Kreuzung von Otto-Hahn-Straße mit Paul-Ehrlich-Straße entsteht ein Fußgängerüberweg. Eine Zählung hatte ergeben, dass es gemäß der Richtlinien zwar keinen Zebrastreifen brauche, doch weil morgens und mittags viele Schulkinder und ältere Menschen die Straße überqueren, stimmte der Ausschuss dem Anliegen zu. Schließlich handelt es sich genau wie am Casteller Platz um einen "besonders schützenswerten Personenkreis", erklärte Wolfshörndl.

Bei strömendem Regen trafen sich die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses im Wohngebiet Innerer Kirschberg III. Vor allem ging es dort um die Grundstücksmauern bei Neubauten, die teilweise nicht den Vorschriften entsprechen. Das Thema wurde im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung vertieft. Danach befasste sich der Ausschuss zuallererst mit der Neugestaltung der Ortsmitte im Bereich der Sitzstufen und dem Platz, aber auch an der Alten Feuerwehr.

Graffitis in der Ortsmitte?

"Über einen Beitrag in der Main-Post sind wir auf kleine Graffitis an Wänden aufmerksam geworden, die man entdecken muss und die auf zweiten Blick sehr witzig sind", erklärte der zuständige Landschaftsarchitekt Joachim Kaiser, der sich das auch in der Gerbrunner Mitte vorstellen kann. Also trieb er den Würzburger Grafikdesigner Christoph Ulherr auf, der dem Ausschuss eine breite Palette an Kunstelementen für Siedlungen präsentierte.

"Es gibt viele schlichte Sachen mit einem hohen Humorfaktor", berichtete Ulherr. Seine Zuhörer schienen ob der schier unbegrenzten Möglichkeiten ein wenig überfordert zu sein. Schließlich verständigten sie sich darauf, den Künstler zu beauftragen, verschiedene Vorschläge für Standorte und Größen zu unterbreiten. Ihm überlassen sie deren Gestaltung.

Fichten dürfen gefällt werden

Zwei Anträgen, zu hoch gewachsene Fichten zu fällen, stimmte der Ausschuss zu, da beide sehr nah am Haus stehen. Diese Nadelbäume sind nicht in der Baumschutzverordnung aufgeführt, aber das möchte die Gemeinde nachholen. Grundsätzlich soll es beim Fällen eines Baumes die Auflage geben, einen angemessenen Ersatz zu pflanzen. Das gebe die Verordnung schon jetzt her, betonte Gerbrunns Geschäftsleiter Markus Meyer. Ebenso befasste sich das Gremium mit einer Bauanfrage der örtlichen DLRG, die mit rund 800 Mitgliedern Unterfrankens größte Gruppe ist.

Die Gerbrunner Lebensretter möchten die schon lange angedachte Vergrößerung ihrer Zentrale verwirklichen. In der Gieshügeler Straße soll neben dem Hauptgebäude ein Anbau mit Räumen für Schulung und Verwaltung sowie ein Lager errichtet werden. Dadurch könnte die DLRG die in der Schule beanspruchten Räume aufgeben. Der Bau- und Umweltausschuss stand dem Vorhaben sehr positiv gegenüber, bestand aber darauf, die Abstands- und Parkflächen einzuhalten.

Am heutigen Donnerstag geht der Marathon für Bürgermeister Wolfshörndl weiter: Um 19 Uhr steht in der Mehrzweckhalle die Gerbrunner Bürgerversammlung an.

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