WÜRZBURG

Gesellschaft für deutsch-chinesische Freundschaft kümmert sich um Angehörige

Angehörige der Opfer des Axt-Attentats
Germanistikstudentin Tingyao Lu (links) übergab Anfang August 500 Euro an die Schwester und die Mutter des 31-jährigen Opfers, das zu dieser Zeit noch im Koma lag. Foto: Gesellschaft für Deutsch-Chinesische Freundschaft Würzburg e.V.
Vier Opfer sind über den Berg, drei von ihnen Mitglieder einer Hongkonger Familie: Die Eltern und deren Tochter, die auf einer Deutschlandreise von dem Axt-Attentäter am 18. Juli in einem Regionalzug schwer verletzt wurden, können mittlerweile im Krankenzimmer aufstehen und umhergehen. Der 30-jährige Verlobte der Tocher ist immer noch schwerverletzt und liegt im künstlichen Koma. Zu Besuch sind seine Mutter und seine Schwester aus Hongkong.

Um deren Aufenthalt in Würzburg zu finanzieren, hat die Germanistikstudentin Tingyao Lu, im Auftrag der "Gesellschaft für deutsch-chinesische Freundschaft" Anfang August der Familie 500 Euro übergeben (Foto). Eine zweite Tranche ist für September zugesagt.

Die Mutter des Schwerverletzten möchte so lange in Würzburg bleiben, bis der Sohn "die Augen aufschlägt", die Schwester möchte so lange bleiben, bis er entlassen werden und mit ihr nach Hause zurückfliegen kann. Die chinesische Studentin Tingyao Lu hält mit ihren verletzten Landsleuten Kontakt und versucht, ihnen Orientierung in Deutschland zu geben, Trost zu spenden und Zuwendung zu vermitteln. Sie hilft den Angehörigen überall dort, wo sie gebraucht wird.

Nachdem sich die Patienten am Sonntag erstmals nach dem Attentat in der Lage sahen, deutschen Besuch zu empfangen, kam ein deutsches Mitglied der "Gesellschaft für deutsch-chinesische Freundschaft" sowie Landtagspräsidentin Barbara Stamm ins Würzburger Krankenhaus. Stamm brachte ihr Entsetzen über das Attentat zum Ausdruck und vermittelte ihre Anteilnahme - auch im Namen Horst Seehofers.

Der Direktor der Medizinischen Klinik, Professor Ertl, begleitete den Krankenbesuch und sagte seine weitere Unterstützung zu.

Die 51-jährige Fußgängerin, die der Axt-Attentäter am 18. Juli auf der Flucht verletzt hatte, ist mittlerweile aus der Klinik entlassen worden.

Rückblick

  1. Axt-Attentat in Würzburg: Hongkonger bekommt Rettungsmedaille überreicht
  2. Drei Jahre nach Würzburger Axt-Anschlag: Ermittlungen dauern an
  3. Drei Jahre nach Axt-Attentat: Rettungsmedaille für Hongkonger
  4. Drei Jahre nach Axt-Attentat: Opfer von damals heiraten
  5. Würzburger Muslime besorgt um den Ruf ihrer Religion
  6. Kennt Bundesanwaltschaft den Hintermann des Axt-Anschlags?
  7. Axt-Attentat: Der Terror vor der Haustüre
  8. Wie die Polizei mit gefährdeten Jugendlichen umgeht
  9. Jugendliche stark machen im Kampf gegen Radikalisierung
  10. Landrat plädiert für anderen Umgang mit Flüchtlingen
  11. „Diese Politik ist menschenverachtend“
  12. „Und immer wieder bleibt eine gewisse Ratlosigkeit zurück“
  13. Terror: Mehr Schutz für die Ersthelfer
  14. Helfer im Einsatz: Die Angst kommt erst später.
  15. „Kein Anschlagsszenario, das zuvor irgendjemand im Blick hatte“
  16. Leitartikel: Der Anschlag von Würzburg bleibt rätselhaft
  17. Axt-Attentat in Würzburg - Ein Jahr danach
  18. Der blutige Sommer 2016 muss uns stark machen
  19. Gesellschaft muss sich auf neue Bedrohungen einstellen
  20. Die Feuerwehr im Einsatz: Das Jahr 2016
  21. Nach dem Axt-Attentat: Checkliste für Retter im Einsatz
  22. Pilotprojekt gegen Radikalisierung
  23. Wie die Welt der Salafisten aussieht
  24. Opfer des Axt-Attentats bleiben optimistisch
  25. Der Tag, an dem Würzburg zur Zielscheibe des Terrors wurde
  26. Leitartikel: Es braucht Wahrheit und Wehrhaftigkeit
  27. Gerhard Kallert: „Kein Grund für mehr Ängste“
  28. Axt-Attentat: „Es tat gut, helfen zu können“
  29. Axt-Attentat: Die Frage nach dem Warum bleibt
  30. Schüsse auf Axtattentäter waren einzige Chance für Polizei
  31. Leitartikel: Trauer und Leid ohne Groll
  32. Axt-Attentatsopfer melden sich erstmals zu Wort
  33. Axt-Attentat: Zustand der Opfer hat sich weiter verbessert
  34. Nach Axt-Attentat: Erste Opfer fliegen nach China zurück
  35. Axt-Attentat: Chat belegt Kaltblütigkeit
  36. Nach Axt-Attentat: Konferenz für Pflegefamilien
  37. Axt-Attentäter anonym in Bayern bestattet
  38. Ein Monat zwischen Alptraum und Alltag
  39. Nach dem Axt-Attentat: „Nichts ist mehr so, wie es mal war“
  40. Asylantrag wegen technischer Störung unentdeckt
  41. Axt-Attentat: Spendenkonto für die Opfer eingerichtet
  42. Gesellschaft für deutsch-chinesische Freundschaft kümmert sich um Angehörige
  43. Ein anonymes Grab für den Axt-Attentäter?
  44. Axt-Terrorist schlüpfte ungeprüft aus Ungarn herein
  45. Zweifel an islamischem Begräbnis für Attentäter
  46. Die Zugfahrt, die im Alptraum endete
  47. Keine jungen Flüchtlinge in Pflegefamilien
  48. Bahn will hunderte Sicherheitskräfte neu einstellen
  49. Die Angst vor dem Terror
  50. Axt-Attacke: Leiche des Täters noch nicht freigegeben

Schlagworte

  • Würzburg
  • Angelika Kleinhenz
  • Attentat in Würzburg
  • Barbara Stamm
  • Horst Seehofer
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
1 1
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!