HELMSTADT

Gewinn für Investoren und Umwelt

Seit Donnerstag in Betrieb: der Solarpark an der Autobahn zwischen Helmstadt und dem Ortsteil Holzkirchhausen.
Seit Donnerstag in Betrieb: der Solarpark an der Autobahn zwischen Helmstadt und dem Ortsteil Holzkirchhausen. Foto: Privat

Jetzt muss noch noch recht oft die Sonne scheinen! Diese Hoffnung beziehungsweise Zuversicht äußerte Geschäftsführer Bernd Büttner von der Firma Main-Spessart-Solar GmbH aus Bessenbach anlässlich der Inbetriebnahme des Solarparks entlang der Autobahn A 3 zwischen Helmstadt und dem Ortsteil Holzkirchhausen. Seit gestern wird Sonnenenergie in das überörtliche Stromnetz eingespeist.

Mit der Photovoltaik-Anlage hat Main-Spessart-Solar seinen zweiten großen Solarpark in Raum Würzburg in Betrieb genommen. Er erstreckt sich laut einer Pressemitteilung der Firma auf einer Fläche von rund zehn Hektar.

Auf einer Länge von 1000 Meter wurden seit Mitte Oktober 22 500 Solarmodule installiert, die zusammen eine Gesamtleistung von 5500 Kilowatt Spitzenleistung erbringen. Jährlich soll diese Anlage 5,2 Millionen Kilowattstunden umweltfreundlichen Solarstrom erzeugen. Damit können umgerechnet 1820 Haushalte mit Elektrizität versorgt werden.

Helmstadter Technologie

Berücksichtigt wurden bei der Errichtung des Solarparks besonders die ortsansässigen Unternehmen. Das in Helmstadt angesiedelte Unternehmen Jurchen Technologie übernahm die komplette Lieferung der Solarunterkonstruktion, allgemeine Leistungen wie Kabelverlegearbeiten, Wegebau und Zaunbau wurden ebenfalls an regionale Firmen vergeben. Dadurch konnte die gesamte Anlage, für deren Netzanschluss ein sechs Kilometer langes Starkstromkabel bis nach Homburg am Main verlegt werden musste, nach nur acht Wochen Bauzeit pünktlich an die Bürgersolargesell- schaften übergeben werden.

130 Anwohner aus der Region haben sich im Rahmen einer Bürgerbeteiligung an diesem elf Millionen Euro teuren Solarpark beteiligt und sorgten für den Eigenkapitalanteil von rund zwei Millionen Euro. Mit Hilfe der regionalen Sparkassen aus Aschaffenburg und Würzburg wurde dieses Projekt mit Fremdkapital versorgt. Die Einnahmen aus den Solarfonds sind über das Erneuerbare-Energien-Gesetz mit einer zwanzig jährigen stabilen Einspeisevergütung von 21,11 Cent pro erzeugter Kilowattstunde gesichert. Die Beteiligten können laut Main-Spessart-Solar mit einer prognostizierte Mindestrendite von 7,5 Prozent rechnen. Zudem seien die Fonds von Turbulenzen an den Börsen- und Kapitalmärkten unabhängig, erklärt Bernd Büttner. Auch die Marktgemeinde Helmstadt dürfe sich auf sichere Gewerbesteuereinnahmen freuen – und dies mindestens 20 Jahre lang.

Da es derzeit eine hohe Nachfrage an Beteiligungsmöglichkeiten aus der Bevölkerung gibt, plant die Main-Spessart-Solar GmbH, im nächsten Jahr weiter Projekte an der A3 zwischen Aschaffenburg und Würzburg umzusetzen. Das in Bessenbach bei Aschaffenburg seit 1997 ansässige Unternehmen beschäftigt derzeit 20 Mitarbeiter.

Schlagworte

Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
1 1
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!