Würzburg

Glosse: Wo sich Würzburg ein Beispiel an Singapur nehmen könnte

Kaugummis verdrecken das Pflaster in der Eichhornstraße. Das Problem, das es in Singapur nicht gibt, versucht die Stadt Würzburg nun zu lösen.
Kaugummis verschmutzen das Pflaster in der Eichhornstraße. Ein Problem, das es in Singapur nicht gibt. Foto: Patty Varasano

In Würzburg leben wirklich nur Schmutzfinke, nein die Sauerei ist so groß, Schmutzadler ist an dieser Stelle passender. Nicht einmal ein halbes Jahr nach der Eröffnung ist das Pflaster in der Fußgängerzone Eichhorn-/Spiegelstraße schon wieder schmutzig. Besonders die am Boden klebenden Kaugummis versauen das Pflaster. Würzburg könnte sich diesbezüglich ein Beispiel an Singapur nehmen. Dort sind Kaugummis komplett verboten. 

Aber stattdessen beschäftigt sich die Verwaltung lieber mit einem Gerät, das sich I-Gum, im besten unterfränkisch Ei-Gam ausgesprochen, nennt. Mit Wasserdampf und i-ngebautem Akku entfernt es zielsicher Kaugummis vom Pflaster. Der I-Gum zeigt: Würzburg ist Singapur um M-I-len voraus, auch ohne Kau-I-nschränkung.

WVV hat keine Eile

Da stellt sich die Frage: Welche anderen I-Geräte oder I-genschaften könnten die Stadt Würzburg noch besser machen? Spontan fällt mir da der I-nwendungsmanager, der weitere I-nwände gegen den Bau der Straßenbahnlinie 6 ver-I-elt, ein. Apropos WVV: Bei der Beantwortung der Frage, was früher kommt - das elektronische I-Ticket oder die Straßenbahn zum Hubland - herrscht scheinbar keine I-le.

Laut Ordnungsreferent Wolfgang Kleiner braucht die Stadt einen Nachtbeauftragten. Auch hier könnte die künstliche Intelligenz i-nspringen. Nächtliche Hotspots lassen sich einfach mithilfe von sozialen Netzwerken ausfindig machen. Eine spontane Analyse der Redaktion ergab, dass abends tatsächlich viele Menschen in die Sanderstraße gehen. Ob der Nachtbeauftragte zum gleichen Ergebnis kommt?

Der schnellste Weg in die Stadt

Schlussendlich braucht Würzburg noch ein intelligentes Verkehrsleitsystem. Der sogenannte I-nbahnstraßen-Manager findet in Zukunft den schnellsten Weg in die Stadt, selbst wenn die Zeller Straße bald eine Einbahnstraße und die Münzstraße zur Fahrradstraße wird. Denn wie sagte die Grünen-Stadträtin Karin Miethaner-Vent im Planungs- und Mobilitätsausschuss: "Autofahrer werden sich auch andere Wege suchen." Macht Sinn, denn aufs Auto zu verzichten, ist in Würzburg bisher nicht so i-nfach. So und jetzt ist wahrlich mal Schluss mit diesem Rumge-i-er. Frohe Ostern, ähhh W-i-hnachten. 

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