Würzburg

Glückwunsch: Diakon Richard Pollak 75 Jahre alt

Richard Pollak, seit 1992 ständiger Diakon, ist vor allem im Stadtteil Lengfeld und da im Pilziggrund aktiv. Foto: Richard Pollak

Immer den Menschen im Blick hat Diakon Richard Pollak, der am 20. Februar  75 Jahre alt wird. Pollak ist 1945 in Neu-Zechsdorf, heute Tschechien geboren, und wächst nach der Vertreibung in Gauaschach auf. Die Fernmeldemechaniker-Ausbildung ergänzt er 1964 bis 1967 durch ein Elektronik-Studium am Balthasar-Neumann-Polytechnikum Würzburg. Pollak arbeitet bei der Deutschen Post/Telekom. Er ist Ressortleiter, als die Abteilung aufgelöst wird, und er setzt sich dafür ein, dass die Menschen neue Arbeitsstellen bekommen. Schlaflose Nächte hatte ihm bereits zuvor die Erstkommunion von Tochter Simone bereitet, die er gemeinsam mit seiner Frau Ingrid 1972 bekam. Er wurde neugierig, in Pfarrer Klaus Göbel, der damals einen Seelsorgeauftrag in St. Lioba hatte, fand er einen Mentor und bei den „Senfkörnern“ und Gebetskreisen neuen Zugang zu seinem Glauben.

Entscheidend für seine Entscheidung, die dreieinhalbjährige Ausbildung zum Diakon neben dem Beruf zu machen, war die Zusage seiner Ehefrau Ingrid, die zehn Jahre im damals neuen Kindergarten St. Lioba gearbeitet hatte: „Richard, Du wirst Diakon!“ Am 25. Oktober 1992 weihte Bischof Paul-Werner Scheele Richard Pollak zum Ständigen Diakon. Seither wirkt Pollak im Stadtteil Lengfeld. Zunächst für die Filiale St. Lioba im Pilziggrund, ab 2012 für die beiden Kirchengemeinden. Von 2001 bis 2012 war er zusätzlich in der Pfarrei Würzburg St. Albert tätig, insbesondere in der Arbeit mit Senioren.

Über die Vertriebenenseelsorge und Randgruppenarbeit kommt Pollak auch in die Justizvollzugsanstalt, noch in der Ottostraße und lernt Bruder Jan von der Emmaus-Bewegung kennen. Mit ihm etabliert Pollak in seinem Elternhaus in Gauaschach einen Bauernhof, in dem Strafentlassene sich auf die Rückkehr ins Leben vorbereiten können.

Die zwei erwachsenen Kinder sind längst aus dem Haus im Pilziggrund. Wie immer arbeiten Ingrid und Richard Pollak Hand in Hand, so bei dem Projekt „Reis für Nigeria“ seit 2018 mit Bruder Norbert. Da legt man Wert auf Nachhaltigkeit und so gehen demnächst 40 Nähmaschinen nach Nigeria, die man gemeinsam mit dem Näh- und Strickkreis gesammelt hat. Längst ist nicht mehr zu unterscheiden, wer was im Hause Pollak für Menschen in Not auf den Weg bringt. Richard und Ingrid Pollak haben es einem Satz zusammengefasst: „Wir sind Diakon“.  

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