Gollhofen

Gollhofens Gemeinderat freut sich über eine Rekord-Kreisumlage

Erweitert wird die Gollhöfer Deponie wohl nicht mehr. In den nächsten Jahren wird aber Geld für die Rekultivierung eingeplant. Wenn die Deponie restlos verfüllt ist, müssen die Gollhöfer nach Uffenheim ausweichen. Dort betreibt der Landkreis die frühere städtische Deponie.
Erweitert wird die Gollhöfer Deponie wohl nicht mehr. In den nächsten Jahren wird aber Geld für die Rekultivierung eingeplant. Wenn die Deponie restlos verfüllt ist, müssen die Gollhöfer nach Uffenheim ausweichen. Dort betreibt der Landkreis die frühere städtische Deponie. Foto: Gerhard Krämer

Für drei Mitglieder des Gollhöfer Gemeinderats war es am Montag die letzte Sitzung: Maria Däumler, Ute Klein und Harald Trabert gehören dem neuen Gremium nicht mehr an.

Trabert hat dann die längste Amtszeit hinter sich: 36 Jahre lang war er dabei. Bürgermeister Heinrich Klein verabschiedete das Trio aber noch nicht offiziell. Das soll traditionsgemäß in der nächsten Bürgerversammlung geschehen. Wann diese stattfinden kann, ist wegen der Corona-Krise aber noch mit vielen Fragezeichen versehen.

Neue Gemeinderäte konnten doch nicht teilnehmen

Da in der Sitzung der Investitionsplan für den Haushalt 2020 vorberaten wurde, hatte Klein ursprünglich geplant, auch die neuen Gemeinderäte einzuladen, denn das neue Gremium wird den Haushalt beschließen. Doch dafür hätte der Platz wegen des Abstandsgebots nicht ausgereicht, obwohl der Rat nicht im Sitzungssaal, sondern im Gemeindesaal tagte.

Ob alle aufgeführten Investitionen auch umgesetzt werden, sei wegen Corona nicht absehbar. So wird zwar bei den Schulverbänden das Geld für den Digitalpakt wohl ausgegeben, ob aber schon die Summen für die Sanierung des Uffenheimer Hallenbads oder den Neubau für die Offene Ganztagesschule anfallen, ist laut Klein abzuwarten.

Abwasserbeseitigung kostet die Gemeinde viel Geld

Für die Dorferneuerung in Gollachostheim sind heuer 200 000 Euro vorgesehen. Mit dem ersten Bauabschnitt sei man "ziemlich durch", sagte Klein. Die Wasserleitung in der Dorfstraße fehle noch. Bevor der zweite Abschnitt beginne, baue der Landkreis die Ortsdurchfahrt.

Viel Geld kostet die Abwasserbeseitigung. Um sich in die Kläranlage Ippesheim einzukaufen, stehen in diesem Jahr 380 000 Euro im Haushalt. Für die Druckleitung von Gollhofen nach Ippesheim sind es 600 000 Euro und für den Bau der Druckleitung von Gollachostheim nach Gollhofen weitere 100 000 Euro. Für Kanäle in Gollachostheim wurde eine Million Euro eingestellt. Auch für 2021 ist zur Abwassermaßnahmen noch viel Geld notwendig.

Allerdings wird es dafür auch Zuschüsse geben. In diesem Jahr sollen es 700 000 Euro sein. An Verbesserungsbeiträgen will die Gemeinde 900 000 Euro einnehmen.

An eine Erweiterung der Deponie mag keiner denken

An eine Erweiterung der Deponie will wegen der hohen Kosten noch keiner denken. Allerdings an die Rekultivierung: 10 000 Euro sind heuer dafür vorgesehen, in den beiden folgenden Jahren sind es jeweils 70 000 Euro.

Für die Sängerhalle in Gollachostheim stehen 100 000 Euro im Haushalt. Auch dort werde baulich noch nichts passieren, sagte Klein. Für die Wasserversorgung in Gollachostheim sind an Ausgaben von 300 000 Euro eingeplant, 100 000 Euro soll es an Zuschüssen geben.

Für die Fußgängerbrücke über den Holzbach neben der Straßenbrücke sind 20 000 Euro eingeplant. Über das Regionalbudget der Kommunalen Allianz "A7 Franken West" sollen 6400 Euro fließen.

Einnahmen aus Gewerbesteuer weniger und ungewiss

Ungewiss sind in diesem Jahr die Gewerbesteuereinnahmen. Die wurden mit 600 000 Euro schon um ein Drittel deutlich niedriger angesetzt. Dagegen steigt wegen zuletzt guter Steuerjahre die Kreisumlage von 440 000 auf 524 000 Euro. Laut Klein ist das der höchste Stand bisher.

In diesem Jahr können voraussichtlich nur 15 000 Euro vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt zugeführt werden. Finanziert werden können die geplanten Projekte zum einen durch die Verbesserungsbeiträge, zum anderen durch Rücklagen. Mit einer Kreditaufnahme muss laut Klein derzeit noch nicht geplant werden.

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