HERRNBERCHTHEIM

Grabmal von Albrecht Eyring wird restauriert

Kirchenrat Albrecht Eyring (1844 bis 1920) war 22 Jahre lang in Herrnberchtheim als Pfarrer tätig. In dieser Zeit bemühte er sich auch um den Obstbau, nicht zuletzt, um damals eine zusätzliche Einnahmequelle für die Landwirte zu schaffen.
Gründervater: Kirchenrat Albrecht Eyring ist der Begründer der Obst- und Gartenbauvereine in Bayern. Sein Grabstein auf ... Foto: HELGA SCHNEIDER
Die Gründung seines „Vereins zur Förderung der Obstkultur“ im Jahr 1883 gilt als die Keimzelle der späteren Obst- und Gartenbauvereine in Bayern.
 
Mit einer vereinseigenen Baumschule und Versammlungen in den umliegenden Ortschaften trieb Eyring sein Vorhaben erfolgreich voran.


Verdienste ums Heimatmuseum


Auch um die Gründung des Heimatmuseums in Uffenheim hat sich Eyring verdient gemacht. Anlässlich seines 70. Geburtstages am 19. Oktober 1914 verlieh ihm die Gemeinde Herrnberchtheim die Ehrenbürgerwürde.

1920 starb der Pfarrer in Würzburg und wurde gemäß seines Wunsches in Herrnberchtheim beigesetzt.

Sein Grab wird seither im Auftrag der Gemeinde gepflegt. Nun ist der Grabstein aus Muschelkalk restaurierungsbedürftig.

Ein Steinkreuz, das ehemals auf dem Grabstein angebracht war, wurde vor 30 Jahren abgebaut und steht auf einer Grünfläche vor dem Friedhof.

Denkmal erhalten


Das Grabmal wieder in seinen Urzustand zu versetzen und als Denkmal zu erhalten hat sich der örtliche Obst- und Gartenbauverein um Vorsitzende Irmgard Markert zur Aufgabe gemacht und dafür Spenden gesammelt.

„Der Aufruf ist zu einem Selbstläufer geworden, wir haben überall offene Türen vorgefunden“, sagt die Vorsitzende. Der Bayerische Landesverband der Obst- und Gartenbauvereine gibt 1000 Euro, der Bezirksverband 350 Euro, vom Kreisverband kommen 500 Euro und vom örtlichen Verein 300 Euro.

Die Kirchengemeinde Herrnberchtheim gibt 300 Euro, die Sparkasse Uffenheim spendiert 500 Euro, die VR-Bank Uffenheim 300 Euro. Genug Geld, um das historische Grabmal zu erhalten.

„Es besteht überörtliches Interesse an der Wiederherstellung. Das Bemühen des Obst- und Gartenbauvereins war sehr erfolgreich“, lobt Bürgermeisterin Doris Klose-Violette. In der letzten Gemeinderatssitzung des Marktes Ippesheim, er ist Träger des Friedhofes, wurde beschlossen den Auftrag für die Wiederherstellung des Grabsteins an eine Fachfirma für Steinrestauration zu vergeben.

Reinigung


Das Steinkreuz wird wieder aufgesetzt, die Steine gereinigt sowie die Schrift erneuert. Der Kostenvoranschlag beläuft sich auf knapp 3000 Euro.

Am Eingang des Friedhofes soll ein kleines Hinweisschild auf das Grabmal angebracht werden, das war eine Bedingung für den Beitrag des Landesverbandes. Die Kosten für die Hinweistafel, die nicht von den Spenden gedeckt sind, wird der Markt Ippesheim übernehmen.

Bis zum 90. Todestag Eyrings am 24. September dieses Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

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