Würzburg

Green-City Plan: Maßnahmen gegen die Schadstoffbelastung

Baureferent Benjamin Schneider nimmt aus den Händen von Bundesminister Andreas Scheuer den Green-City-Förderbescheid entgegen. Foto: Stadt Würzburg

"Umweltorientiertes Verkehrs- und Qualitätsmanagement." Dahinter verbirgt sich das Ziel, die Schadstoff-Belastung in der Innenstadt nachhaltig zu senken, heißt es in einer Pressemitteilung. Ein Herzstück des Würzburger Green-City Plans also, den der Stadtrat bereits im Juli verabschiedet hat. Durch die Vernetzung von Umwelt- und Verkehrsdaten will man künftig an ausgemachten Straßenabschnitten den Grenzwertüberschreitungen mit angepassten Ampelschaltungen begegnen. Belastungsspitzen sollen durch Verkehrsdrosselungen reduziert werden. Darüber hinaus soll die Verkehrsqualität auf weiteren Straßenabschnitten deutlich verbessert werden, um damit die Stickstoffdioxid-Emissionen des Straßenverkehrs im gesamten Stadtgebiet zu reduzieren.

Voraussetzung für ein solches Qualitätsmanagement sei eine verbesserte Erfassung des gesamten Verkehrssystems und eine Überwachung der Luftschadstoff- und Lärmbelastung. Wesentlicher Bestandteil soll außerdem das Informations- und Mobilitätsmanagement sein. Durch eine transparente Darstellung der Daten auf einer digitalen Informationsplattform werden aktuelle Verkehrsdaten angezeigt, genauso wie alternative Verkehrsmittel. Geplant sei nicht nur ein neues Leitsystem für Autos, sondern auch Informationen zu ÖPNV, Leihfahrrädern, Ladestationen oder Fußwegen.

Bund fördert Green-City Plan

Durch die Informationen soll außerdem ein Anreiz zum Umstieg vom Auto auf andere Verkehrsmittel gesetzt werden. Man rechnet mit einem Investment von knapp vier Millionen Euro, die bis 2020 im Haushalt abzubilden sind. Der Bund fördert solche Maßnahmen und hat hohe Förderprogramme aufgelegt. Baureferent Benjamin Schneider konnte nun im Namen von Umweltreferent Wolfgang Kleiner, in dessen Haus der Green-City Plan koordiniert wird, in Berlin einen Förderbescheid aus den Händen des Bundesverkehrsministers Andreas Scheuer entgegen nehmen.

"Ich freue mich, dass wir durch die leistungsfähige und netzadaptive Steuerung des Straßenverkehrs einen wichtigen Schritt gehen um Stickoxide weiter zu reduzieren und ein Stück mehr gesunde Arbeits- und Lebensverhältnisse in der Stadt schaffen können", so Benjamin Schneider. Im Rahmen des "Sofortprogramms Saubere Luft 2017-2020" fördert der Bund Würzburgs Schritte gegen gesundheitsgefährdende Schadstoffbelastung-Belastungen in der Innenstadt mit 1,985 Millionen Euro.

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