WÜRZBURG

Greenpeace-Schiff klärt ab Freitag über das Waldsterben auf

Ahoi: Um über das Thema Waldsterben aufzuklären, schippert der Zweimaster Beluga II über süddeutsche Flüsse – von Wiesbaden bis nach Regensburg. Vom 23. bis 25. August fährt das Greenpeace-Schiff in Würzburg seine Anker aus und ist drei Tage für alle Neugierigen geöffnet. Foto: Bente Stachowske

Segel hoch, Leinen los, heißt es für die Beluga II. Seit kurzem schippert das Greenpeace-Schiff über Rhein, Main und Donau. Von Wiesbaden geht es durch den Spessart, über Schweinfurt bis nach Regensburg. Am Freitag, 23. August fährt das Schiff in Würzburg seine Anker aus. Unterhalb der Alten Mainbrücke an der Leonhard-Frank-Promenade öffnet es am Samstag und Sonntag seine Schotten. Jeweils von 11 bis 13.00 Uhr und von 14.30 bis 19 Uhr sind alle neugierigen Besucher eingeladen, sich auf dem Schiff umzuschauen – kostenlos.

Das Greenpeace-Schiff will aufklären. Jedes Jahr fährt die Beluga II dafür auf süddeutschen Flüssen und will die Bevölkerung für wichtige Themen sensibilisieren. Das Motto in diesem Jahr: Rettet die Wälder! Denn urtümliche Buchenwälder sind rar geworden in Deutschland. Umso wichtiger ist es, diese Naturparadiese zu erhalten. „Viele Leute denken nicht daran, dass man auch hier in Deutschland die Wälder schützen muss und nicht nur in Amerika die tropischen Regenwälder“, sagt Greenpeace-Aktivist Martin Sprengel.

„Der Buchenwald sollte ein Schutzgebiet werden“, sagt auch Aktivistin Sophia Batsching. Die Rettung der Buchenwälder sei in der Politik aber noch immer nicht in den Vordergrund geraten. Vor zwei Jahren hat die damalige Bundesregierung eine Waldkampagne gestartet, die es sich zum Ziel gesetzt hat, zehn Prozent der öffentlichen Wälder aus der Nutzung zu nehmen – bis zum Jahr 2020. „Viele Bundesländer sind aber noch weit von diesem Ziel entfernt, einige haben sogar eine Antwort auf unsere Nachfrage verweigert“, so Sprengel. Vor allem in Bayern und in Hessen sei die Kommunikation schwierig. „Deswegen setzen wir die Beluga gezielt dort ein.“

Geplant sind auf dem Schiff eine Ausstellung und ein Diavortrag – projiziert auf das Segel. Aber auch für Kinder wird es spannend: „Sie erfahren, wie so ein Schiff überhaupt aussieht“, sagt Batsching. Vor der Beluga wird es zudem einen kleinen Infostand mit einer Bastelaktion geben. „Hier können die Kleinen Baumwolltaschen basteln, die sie selbst bedrucken“, so Batsching.

Besuchen können Interessenten die Beluga II vom 23. bis 25. August jeweils von 11 bis 13 Uhr und von 14.30 bis 19 Uhr. Wie ein Schiff von innen aussieht und wie der Wald gerettet werden soll, erfährt man hier. Der Eintritt ist frei.

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