GROMBÜHL

Grombühl: Eine Mischung aus Berlin und Kaff

Petra Pohl führt seit zehn Jahren die Buchhandlung „Erlesen“ in der Matterstockstraße. Sie liebt Grombühl, „weil's bunt ist, weil's schräg ist, weil's eine Mischung aus Berlin und Kaff ist“. Bunt, sagt sie, seien die Menschen, „jung und alt, und wir reden miteinander, stellen Sie sich das mal vor“. Sie schwärmt von der „sehr guten Infrastruktur“ im Stadtteil: „Wir haben alles hier, was wir brauchen. Sie können die Unterhose hier kaufen, die Zahnbürste, die Tabletten.“

Pohl kennt den Stadtteil aus ihrer Kindheit, von Besuchen mit ihrer Großmutter. Ihre Oma hat Grombühl gehasst. Viele Sozialhilfeempfänger habe es hier gegeben, und manche seien sehr aggressiv gewesen. Heute aber rede jeder miteinander, „auch der Penner mit dem Stadtrat. Man kann hier auch mit dem Nachthemd raus, hier kann man feiern bis nachts um 5, da beschweren sich auch keine Nachbarn.“ Die Buchhändlerin spürt einen schleichenden Wandel. Ein paar „richtig gute“ alternative Läden hätten schon zugemacht, bedauert sie, und auch „die kleine Mini-Beize, wo die Lkw-Fahrer früh um 10 ihr erstes Bier gekippt haben“. Aber noch gebe es viel Interessantes, sogar Kunst. Pohl empfiehlt den Besuch des Kunstforums der Martina Jäger in der Schiestlstraße 5.

Rückblick

  1. Wo das Zentrum geplant war, ist heute eine Oase
  2. Die integrative Kraft des Sports
  3. Überzeugt vom Heuchelhof
  4. Mit neuer Identität raus aus dem Getto
  5. Heuchelhof: Nicht mal halb so groß wie geplant
  6. Zum Abschluss vom Frauenland an den Heuchelhof
  7. Das Frauenland ist über ein Jahrhundert einfach gewachsen
  8. Kulturelles Aushängeschild: Kunstmaler Curd Lessig
  9. Urgestein der Keesburg
  10. Ziemlich schwarz und doch auch grün
  11. Ein Turbo-Dorf wächst immer noch weiter
  12. Ein Kuhstall neben der Sparkasse und Apotheke
  13. Lengfeld: Platz für Gewerbe und Familien
  14. Die Stimme der Bürgerschaft
  15. Die Fantasie der Kinder wecken
  16. Jahrhunderte unter dem Schutz des Bischofshuts
  17. Der Stadtbezirk Altstadt in Zahlen
  18. Alexandra Memmel: leidenschaftliche Stadtführerin
  19. Die Brückenheiligen
  20. Meist müssen private Bauherren planen
  21. Ein Stück Stadt, das gerne Dorf ist
  22. Goldener Löwe von Stift Haug
  23. Das wandelnde Ortsarchiv
  24. Als die Traktoren mit der Apfelernte Schlange standen
  25. Versbach: ein familienfreundlicher Stadtteil
  26. Der Stadtteil, der ein richtiges Städtle ist
  27. Weine, Vereine und prominente Söhne
  28. Als Weinprinzessin auch im Weinberg
  29. Ein Täschner für die Einkaufsstraße
  30. Bayla-Abbruch, XXXL-Offensive und neue Wohnungen
  31. Stadtteilserie: Von Grombühl nach Heidingsfeld
  32. Grombühl: Bunt, vielfältig und oft unterschätzt
  33. Grombühl: Eine Mischung aus Berlin und Kaff
  34. Grombühl: Eine Welt der kleinen Leute
  35. Grombühl: Uralt und international
  36. Wissenswertes über Rottenbauer
  37. Ernst Köhler war Nordbayerns erster Biobäcker
  38. Der letzte Bürgermeister
  39. Denunziert in Rottenbauer
  40. Rottenbauer: Würzburgs kleinster Stadtteil wächst weiter
  41. Was von den Leighton Barracks in Zukunft übrig bleibt
  42. Letzter Hieb am Galgenberg
  43. Der Professor für Kartoffeln
  44. Wissenswertes zum Neuen Hubland
  45. Topographisch und ökologisch auf hohem Niveau
  46. Hochhäuser im Tal und Eigenheimer am Hügel
  47. Lindleinsmühle: Kleiner Stadtteil, viele Menschen
  48. Schwimmen im Bad oder Essen in der Schüler-Betreuung?
  49. Zu Fuß in die Innenstadt: Otto Schneider läuft
  50. Ein Fan der Sauberkeit: Elfriede Friedrich

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