Simmershofen

Große Investitionen in die Dorferneuerung

In seiner ersten Sitzung im neuen Jahr beschloss der Simmershöfer Gemeinderat einen Maßnahmenkatalog für die Dorferneuerung im Kernort Simmershofen. In den Jahren 2020 und 2021 sind der Ausbau der Pfahlenheimer Straße für rund 522 562 Euro, der Hirtenkreuzstraße für 286 786 Euro, des Schulweges und der Gartenstraße für 455 788 Euro und des Kirchenweges mit 78 887 Euro, zusammen rund 1,3 Millionen Euro geplant. Die Kosten für die Wasserleitung und die Kanalbauarbeiten sin in diesen Beträgen noch nicht enthalten.

Die Gemeinde selbst wird als Auftraggeber auftreten und die Kosten nach Rechnungseingang mit dem Amt für ländliche Entwicklung abrechnen. Ob die maximale Förderquote von zusammen siebzig Prozent realisiert werden kann hängt von der Finanzkraft der Gemeinde ab. Ob alle Maßnahmen wie vorgesehen ausgeführt werden, hängt allerdings von den Zuschusszusagen ab.

Um die Abwässer der einzelnen Gemeindeteile künftig zur Kläranlage nach Uffenheim zu bringen, sind Pumpleitungen erforderlich. Bürgermeister Heinz Krämer erläuterte den Zeitplan, nach dem die Vorentwürfe in den Monaten Februar und März vorliegen sollen, die Ausbauplanung im März und die Auftragsvergabe im April erfolgen soll.

Sein Stellvertreter Ernst Kilian möchte noch ein klärendes Gespräch mit den Fachbehörden hinsichtlich des Pumpens des Abwassers ins Kanalnetz: "Ich habe da noch Bauchweh, dass es keine Geruchsbelästigungen geben wird, auch wenn dies bisher zugesagt wurde", so Kilian. Andere Ratsmitglieder schlossen sich seinen Befürchtungen an. Krämer sagte zu, mit den zuständigen Fachleuten noch einmal über dieses Thema zu reden.

Nach erfolgter örtlicher Rechnungsprüfung stellte der Gemeinderat die Jahresrechnung für das Jahr 2018 fest. Einstimmig erteilte der Gemeinderat der Verwaltung die Entlastung.

Kilian lobte in diesem Zusammenhang die stets vorbildliche Information des Gemeinderates durch den Bürgermeister hinsichtlich der außer- und überplanmäßiger Ausgaben: "Ganz großer Dank, dass du uns in all den Jahren immer alles so gut erklärt hast".

Die geplanten Anrufsammeltaxis werden die Fahrgäste künftig fast an der Haustür abholen, informierte Krämer. An Haltestellen in den Ortsteilen sind in Adelhofen drei, in Auernhofen eine, in Equarhofen drei, in Hohlach zwei, in Simmershofen vier und in Walkershofen zwei Taxis vorgesehen.

Im Gemeindewald wurden im vergangenen Jahr 115 Festmeter Fichtenholz und vier Raummeter Eichenholz geschlagen und verkauft, berichtete der Bürgermeister. Zum Einschlag kamen viele Fichten, die durch Trockenheit und Schädlinge angegriffen waren. Derzeit wird das Brennholz aus dem Gemeindewald vergeben.

Im vergangenen Jahr wurden 1700 Bäume gepflanzt, in der Hauptsache Wildäpfel, Wildbirnen und Flatterulmen. Diese Baumarten kommen mit der Trockenheit besser zurecht.

Für die Betreuung des Gemeindewaldes hat die Gemeinde 6600 Euro aufgewendet. Für die natürliche Verjüngung des Waldes gelten ab März neue Förderrichtlinien, wobei zu befürchten ist, dass die Förderung eher zurückgeht. Der Gemeinderat beschloss deshalb, noch einen Förderantrag nach den alten Richtlinien zu stellen. Einer Anpassung der Preise für die Betreuung durch den Dienstleister stimmte der Gemeinderat ebenfalls zu.

Fichten mussten weichen im Simmershöfer Gemeindewald, statt dessen wurden 1700 weniger empfindliche Bäume gepflanzt. Foto: Alfred Gehring

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