WÜRZBURG

Großeinsatz am Main für den Notfall

Samstag Nachmittag war ein Großaufgebot an Rettungskräften zwischen der Konrad-Adenauer-Brücke und dem Alandsgrund im Einsatz. Hintergrund war eine groß angelegte Wasserrettungsübung auf dem Main.

Das Übungsszenario: Zwei Boote waren aus Unachtsamkeit kollidierten und kentern auf dem Main. Hierbei war ein Kind unter Wasser geraten und taucht nicht wieder auf. Während sich die Mutter ans Ufer retten konnte, trieben die Boote sowie der zweite Fahrer im Main.

Um 14 Uhr fiel der Startschuss und die Einsatzkräfte legten los: Speziell ausgebildete Taucher hatten sich, so heißt es in der Pressemitteilung, bereits auf der Anfahrt ausgerüstet und gingen sofort ins Wasser um nach Vermissten zu suchen. Allerdings griff die sofort eingeleitete Schifffahrtssperre zwischen Randersacker und Würzburg erst nach mehreren Minuten, „weil die stromabwärts fahrenden Großschiffe nicht anhalten können“. Zeitgleich wurden Rettungsboote eingesetzt um eine am gegenüber liegenden Ufer angespülte Person zu retten.

70 Einsatzkräfte vor Ort

Schnell wurde auch klar, dass aufgrund der langgezogenen Einsatzstelle weitere Kräfte notwendig waren. Zusätzliche Rettungsboote und Taucher wurden in den Main geschickt. Am Ende waren 70 Einsatzkräfte vor Ort die am, auf und unter Wasser arbeiteten um den Verletzten schnellstmöglich zu helfen. Dies gelang laut Pressemitteilung auch und nach etwa einer Stunde wurde der Einsatz beendet.

Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit der Wasserrettungseinheiten sowie von Feuerwehr, Hilfsorganisationen und Polizei zu trainieren. „Eine besondere Herausforderung ist die große räumliche Ausdehnung von einigen hundert oder gar tausend Metern auf dem Main“, erklärt Branddirektor Thorsten Ante. Eine Verständigung sei hier nur noch über Funk und mit einer gemeinsamen Einsatzleitung möglich. Zudem müssten sich die verschiedenen Einheiten eng abstimmen, um beispielsweise im Wasser befindliche Einsatztaucher nicht durch eigene Rettungsboote zu gefährden.

Bei einer Nachbesprechung zeigten sich alle Beteiligten von Wasserwacht, DLRG, Malteser, Johanniter, Feuerwehr, Wasserschutzpolizei sowie der Integrierten Leitstelle übereinstimmend davon überzeugt, dass es gut ist, wenn derartige Rettungsabläufe gemeinsam trainiert werden.

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