Würzburg

Großtagespflege: Wo es Betreuung für die Kleinsten gibt

Die Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (gfi) hat am Hubland eine Großtagespflegeeinrichtung für Kinder zwischen ein und drei Jahren eröffnet. (Von links) Evi Semmler, Sozialreferentin Hülya Düber, Selina Söder und Josef Weingärtner (gfi). Foto: Thomas Obermeier

Jede Menge Spielsachen, eine gemütlich eingerichtete Kuschelecke und ein mit kleinen Bettchen eingerichteter Schlafsaal für den Mittagsschlaf laden die Kleinen zum Wohlfühlen ein. Hier, in einer Drei-Zimmer-Wohnung in der Rottendorfer Straße, ist für ein- bis dreijährige Kinder eine neue Möglichkeit der Betreuung entstanden.

Mit der sogenannten "vier elemente"-Großtagespflege möchte die Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (gfi) Eltern eine qualitativ hochwertige Kinderbetreuung sowie bestmögliche Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bieten.

Neue Wege in der Kinderbetreuung

Gemeinsam mit dem Geschäftsführer der gfi, Josef Weingärtner, eröffnete die Sozialreferentin der Stadt Würzburg, Hülya Düber, die Räumlichkeiten für die „Kleinen Trolle“. Angesichts der hohen Nachfrage nach Kindergarten- und Krippenplätzen "stellt das Thema Kinderbetreuung uns vor große Herausforderungen", sagte Düber.

Gemütlich: Der Schlafplatz für die Kleinen. Foto: Thomas Obermeier

Umso mehr freue sie sich, in der gfi einen Partner gefunden zu haben, mit dem neue Wege der Betreuung beschritten werden können. "Wir ziehen thematisch und inhaltlich an einem Strang, das passt." Wichtig sei ihr zu benennen, dass die Tagespflege längst keine Notlösung mehr für die Kleinsten sei, sie agiere auf Augenhöhe mit der Kinderkrippe. Schön für die Kleinsten sei die "familienähnliche Struktur". 

Düber dankte auch der Hausverwaltung Kratz, die der Stadt die Wohnung vermietet habe, um dort die Kinderbetreuung einzurichten. „Mit diesem Angebot leisten wir in Würzburg einen Beitrag, um die Lücke zwischen qualifizierten Betreuungsangeboten und der hohen Nachfrage nach Krippenplätzen zu verkleinern“, erläuterte auch Weingärtner von der gfi. 

Neben einem professionellen Betreuungskonzept mit vielfältigen pädagogischen Angeboten, biete man ein hohes Maß an Flexibilität bei der Gestaltung der Buchungszeiten, damit Eltern ihren Familien- und Berufsalltag kindgerecht organisieren können. „Wir freuen uns auf einen guten Start und sind sehr gespannt auf die ersten Rückmeldungen der Eltern,“ betonte Roland Dorn, Leiter der gfi am Standort Würzburg.

Hier lässt sich gut toben und spielen.  Foto: Thomas Obermeier

Bis zu zehn Kinder werden hier betreut

Bis zu zehn Kinder zwischen einem und drei Jahren werden von nun an von Erzieherin Selina Söder und der Kinderpflegerin Evi Semmler als feste Bezugspersonen betreut. Die freie Entwicklung der Kinder ist ihnen wichtig. "Wir arbeiten nach einem situationsorientierten Ansatz und fragen immer neu: Was brauchen unsere Kinder?", erklärt Söder.

Die Kleinen auf ihrem eigenen Weg begleiten, Anreize schaffen und sie auch experimentieren lassen, darin sieht das Erzieherinnen-Team ihre Aufgabe. Dabei spiele auch das Erleben mit allen Sinnen eine Rolle, das die gfi auch als "vier Elemente-Pädagogik" (Feuer, Wasser, Erde, Luft) beschreibt. Momentan sind schon sechs Kinder in der Gruppe, "bestimmt werden wir bald vollzählig sein", so Söder. Eine Registrierung ist über das Kita-Portal der Stadt Würzburg, Little Bird, möglich.

Gesellschaft zur Förderung beruflicher/sozialer Integration
Die Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (gfi) gemeinnützige GmbH wurde 1998 mit Sitz in München gegründet. Sie ist Teil der Unternehmensgruppe des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft. Als anerkannter Träger der Freien Jugendhilfe und der Beruflichen Rehabilitation ist die gfi in Bayern flächendeckend sowie in weiteren Bundesländern aktiv.
Sie unterstützt Menschen aller Altersgruppen – arbeitsweltbezogen, ambulant, sozialraumorientiert und inklusiv. Infos:  www.die-gfi.de  Ansprechpartner Standort Würzburg: Murat Sunbat, Telefon: (0931) 6150 231 , E-Mail: murat.sunbat@die-gfi.de

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