GAUBÜTTELBRUNN

Großübung an der Grundschule

An der Grundschule Gaubüttelbrunn übten fünf Feuerwehren den Ernstfall und retteten 18 Kinder und zwei Erwachsene aus dem verrauchten Gebäude.
An der Grundschule Gaubüttelbrunn übten fünf Feuerwehren den Ernstfall und retteten 18 Kinder und zwei Erwachsene aus dem verrauchten Gebäude. Foto: Björn Jungbauer

An öffentlichen Gebäuden werden in regelmäßigen Abständen Feuerwehrübungen durchgeführt, um mögliche Abläufe für den Ernstfall zu überprüfen. Fünf Freiwillige Feuerwehren übten daher kürzlich am Gebäude der Grundschule in Gaubüttelbrunn. Angenommen wurde diesmal ein Brand im Gebäude, bei dem 18 Kindern und zwei Erwachsenen in verschiedenen Zimmern die Flucht aufgrund einer starken Verrauchung unmöglich war. Schon kurze Zeit nach der Alarmierung waren die Floriansjünger aus Allersheim, Gaubüttelbrunn, Kirchheim, Oberwittighausen und Sulzdorf mit starken Kräften vor Ort und begannen mit den Löscharbeiten. Parallel dazu startete die Menschenrettung unter schwerem Atemschutz und über tragbare Leitern. Die letzten vermissten Personen wurden laut Pressemitteilung knapp 25 Minuten nach der Alarmierung aus dem weitläufigen Gebäude gerettet.

Die Übung wurde von Martin Engert, 1. Kommandant der Gaubüttelbrunner Wehr, in Zusammenarbeit mit Kreisbrandmeister (KBM) Jürgen Fuß geplant. Übungsbeobachter waren auch Kreisbrandinspektor (KBI) Heiko Drexel, KBM Dieter Schöll, Schulleiterin Anke Ludwig und Bürgermeister Björn Jungbauer.

Nachdem auch der länderübergreifende Einsatz der Kräfte im Blickpunkt stand, waren auch Bürgermeister Marcus Wessels aus Wittighausen und der dortige Abteilungskommandant Herbert Reinhard vor Ort. Hier zeigte sich, dass es zu anfänglichen Schwierigkeiten bei der Kommunikation zwischen den Einsatzkräften aus beiden Bundesländern kam, da die Oberwittighäuser Wehr noch mit analoger Funktechnik ausgestattet ist, während die bayerischen Wehren bereits digital funken. Doch schon nach kurzer Zeit behalf man sich und der Einheitsführer der Nachbarn war in ein digitales Funkgerät eingewiesen und bekam kurzerhand ein solches ausgehändigt. Somit gab es keine kommunikative Barriere mehr.

Bei der Übung wollte man auch feststellen, wie es im Ernstfall um die Wasserversorgung bestellt ist. Daher wurden mehr als 2000 Liter Wasser pro Minute mit mehreren Löschfahrzeugen entnommen. Weil das Wassernetz in diesem Bereich eine Ringleitung ist, musste eine Schlauchleitung zu einem entfernteren Unterflurhydranten in der Hauptstraße verlegt werden, damit eine stabile Wasserentnahme möglich war. Diese Erkenntnis wird nun in die Einsatzstandards für einen Schadensfall an der Schule einfließen.

Zügig haben die Wehrleute den simulierten Brand bekämpft und alle 20 Personen wurden aus dem Gebäude auf unterschiedliche Arten gerettet. Nach der Belüftung mittels Hochleistungslüftern war auch der Übungsnebel schnell wieder aus dem Grundschulgebäude verzogen.

Bei der Alarmübung zeigten sich kleinere Mängel beim Vorgehen und dem Einsatz der Kräfte, welche die Übungsbeobachter in der Nachbesprechung vor dem Feuerwehrhaus aufzeigten. Die Ergebnisse sollen nun in die Ausbildung einfließen, damit im Einsatzfall auch alles reibungslos klappt.

Bei der Nachbesprechung dankten KBI Heiko Drexel und Bürgermeister Björn Jungbauer den fast 65 eingesetzten Feuerwehrfrauen und -männern für das professionelle Vorgehen. Als kleines Dankeschön lud die Gemeinde die Floriansjünger zu einer Brotzeit und kühlen Getränken ein.

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