WÜRZBURG

Grün gegen die Todesstrafe

Wenn die Festung Marienberg am Mittwochabend grün angeleuchtet wird, dann protestiert Würzburg damit wie schon in den Vorjahren gegen die Todesstrafe und drückt im Grün aber auch die Hoffnung auf Leben statt Tod aus.

Als Aktionstag wurde der 30. November deshalb gewählt, weil an diesem Tag im Jahr 1786 das Großherzogtum Toskana als erster Staat der Welt Folter und Todesstrafe für abgeschafft erklärte, berichtet Pfarrer Matthias Leineweber für die Gemeinschaft Sant'Egidio. Auf Initiative von Sant'Egidio findet der internationale Aktionstag „Cities for Life“ (Städte für das Leben) mittlerweile zum zehnten Mal statt.

Diesmal beteiligen sich 1428 Städte in 87 Ländern, darunter 66 Hauptstädte. Es werden jeweils charakteristische Gebäude besonders beleuchtet – so in Rom das Kolosseum, in Berlin der Rathaus-Turm und in Nürnberg die Straße der Menschenrechte. Auch kleinere Städte machen mit, wie Bremen, Weimar oder Winnenden, das vor einigen Jahren beim Amoklauf in der Schule eine Tragödie erlebte.

Viel Überzeugungsarbeit sei aber noch zu leisten, so Leineweber, vor allem auch, damit es in Zukunft nicht mehr zur Hinrichtung Jugendlicher kommt.

Mittlerweile haben laut Leineweber 140 Staaten der Erde die Todesstrafe abgeschafft oder wenden sie de facto nicht mehr an. 58 Staaten üben diese Praxis jedoch noch aus, vor allem in Afrika und der arabischen Welt.

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