Würzburg

Grüne: Würzburger Biotonne muss trotz Coronakrise geleert werden

Die Stadt wird die Leerung der Biomülltonnen wegen der Coronakrise künftig erst einmal einstellen. Bei der Grünen Stadtratsfraktion sorgt das für Unverständnis.
Die Leerung der Biomülltonne wird zukünftig wegen der Coronakrise erst einmal eingestellt. Bei den Grünen sorgt das für Kritik.
Die Leerung der Biomülltonne wird zukünftig wegen der Coronakrise erst einmal eingestellt. Bei den Grünen sorgt das für Kritik. Foto: Patrick Seeger, dpa

Die Corona-Pandemie wirkt sich auch auf die städtischen Dienstleistungen aus. Das hat auch Auwirkungen auf die Leerung von Mülltonnen (wir berichteten) . Die Biomülltonne wird nach und nach bis voraussichtlich Ende nächster Woche letztmalig bis auf Weiteres geleert, teilt Rathaussprecherin Claudia Lother mit. Dann sollen Bürger ihren Biomüll in der Restmülltonne entsorgen, die weiterhin 14-tägig geleert wird.

Bei der Grünen Stadtratsfraktion sorgt das für Unmut und für einen Eilantrag, der im nächsten Werks- oder Notfall-Ferienausschuss behandelt werden soll. Sie fordern: Der Beschluss der Verwaltung, künftig den Biomüll im Müllheizkraftwerk zu verbrennen, wird rückgängig gemacht. Der Biomüll soll weiter getrennt eingesammelt werden.

Kritik von den Grünen

Sowohl die Würzburger Kompostieranlage als auch das Kompostwerk in Oberpleichfeld seien in Betrieb, da die beiden Vertragspartner, Main-Tauber-Kreis und Landkreis Würzburg, ihre vereinbarten Biomüllmengen liefern. Die Abfallberatung habe jahrelange Arbeit in die Akzeptanz der Biotonne und den richtigen Umgang damit gesetzt. "Mit der Abschaffung der Getrenntsammlung würde man wieder bei Null anfangen", schreibt Stadtratsmitglied Benita Stolz. Zudem sei Würzburg die einzige Stadt in Bayern, die die Getrennterfassung von Biomüll einstellen würde.

Ein Blick nach Bayreuth, Nürnberg und Augsburg zeigt: Die Biomüll-Abholung wird dort noch gewährleistet. Warum in Würzburg nicht? Kommunalreferent Wolfgang Kleiner wies bei einer Pressenkonferenz vor rund einer Woche auf die eingeschränkte Personalkapazität hin. Auf die aktuelle Anfrage antwortet Rathaussprecherin Lother ähnlich: "Aktuell sind in der gesamten Stadtverwaltung Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aufgrund der Gesundheitsfürsorge des Arbeitgebers und als Maßnahme des Infektionsschutzes freigestellt", so die Sprecherin. Im Bereich der Abfalldienste sei ein Drittel der Mitarbeiter betroffen.

"Längerfristig die Müllabfuhr sicherstellen"

Die übrigen zwei Drittel seien in zwei Gruppen abwechselnd einsetzbar. Das bedeute, dass immer nur ein Drittel der Mitarbeiter der Abfalldienste tätig seien. "Diese Regelung dient der Aufgabe, Personal vorzuhalten und damit längerfristig die Müllabfuhr sicher zu stellen", heißt es von Seiten der Stadtverwaltung. Auf die Fragen, warum die Leerung der Bio-Tonnen in anderen bayerischen Städten weiterhin stattfindet und ob darüber nachgedacht werde, die Leerung wieder aufzunehmen, antwortete das Rathaus nicht.

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