Würzburg

Grüne feierten Gründung vor 40 Jahren

Die Grünen feierten ihre Gründung in Würzburg mit einem Spaziergang durch die Stadt. Mit auf dem Bild: Kerstin Celina, Elma Müller (OV WürzburgSüd), Sven Winzenhörlein, Patrick Friedl, Karen Heußner, Simone Artz, Martin Heilig und Gerhard Müller.
Die Grünen feierten ihre Gründung in Würzburg mit einem Spaziergang durch die Stadt. Mit auf dem Bild: Kerstin Celina, Elma Müller (OV WürzburgSüd), Sven Winzenhörlein, Patrick Friedl, Karen Heußner, Simone Artz, Martin Heilig und Gerhard Müller. Foto: Molina Klingler

Am 11. Dezember 1979 wurde der erste Kreisverband der Grünen in Würzburg für Stadt und Land gegründet. So feierten die Grünen kürzlich ihr 40-jähriges Bestehen mit einer Stadtführung und anschließendem Fest im Talavera-Schlösschen. Gut 100 Gäste begrüßten die Vertreter der Kreisverbände von Würzburg Stadt und Land zum Start der Stadtführung am Kardinal-Faulhaber-Platz, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Kreisvorsitzenden Simone Artz und Sven Winzenhörlein sowie Landratskandidatin Karen Heußner und Oberbürgermeisterkandidat Martin Heilig eröffnete die Stadtführung. Dann stellte Stadtrat und Landtagsabgeordneter Patrick Friedl den Erfolg des Bündnisses Grüner Platz am Theater vor.

Die Stadtführung ging weiter zum Mozartareal mit einem Rückblick der langjährigen Vorsitzenden Christa Grötsch. Sie führte weiter in die Büttnergasse, wo die Fraktionsvorsitzende Barbara Lehrieder an das Grünen-Büro der 90er Jahre erinnerte.

Am Vierröhrenbrunnen ließ Kreisvorsitzender Martin Heilig die 25-jährige Geschichte der Grünen Jugend, als deren Mitbegründer, wiederaufleben. Fraktionsvorsitzender Matthias Pilz und Stadtrat Michael Gerr gaben danach Einblicke in die Mühen und Erfolge der Grünen-Stadtratspolitik mit der autofreien und hoffentlich bald barriereärmeren Alten Mainbrücke und dem Rathausaufzug. 

Stadträtin Benita Stolz freute sich, dass es 15 Jahre nach ihrem Antrag, die Münzstraße als Fahrradstraße auszuweisen, 2019 endlich einen Durchbruch gab. Am Kaufhof stellte Stolz anhand des Schicksals der Familie Ruschkewitz die Bedeutung der Stolpersteine für die Erinnerungskultur in Würzburg dar und verband dies am Bahnhofsvorplatz mit dem aktuell entstehenden Mahnmal für die aus Würzburg deportierten Juden. Dabei sollen künftig 109 Gepäckstücke an diesem „DenkOrt“ stehen, deren exaktes Gegenstück in den 109 unterfränkischen Gemeinden mit ehemaligen jüdischen Gemeinden ausgestellt sein sollen.

Zum Abschluss der Führung ging Stadträtin Karin Miethaner-Vent noch auf die Geschichte um das Posthallen-Areal ein, auf dem ein riesiges Einkaufszentrum entstehen sollte. Miethaner-Vent: „Dies konnte mit einem Bürgerentscheid von einer denkbar knappen Mehrheit der Würzburger 2006 verhindert werden.“

Die Kreisvorsitzenden Jessica Hecht und Sven Winzenhörlein für Würzburg-Land sowie Simone Artz und Martin Heilig für Würzburg-Stadt gaben einen Ausblick auf die anstehenden Kommunalwahlen. Heilig sieht Anlass zu Optimismus: „Was wir als Grüne in Stadt und Land gemeinsam politisch erreicht haben, kann sich in Bayern sehen lassen.

Landtagsabgeordneter Patrick Friedl warf einen Blick voraus mit Sorge und Optimismus. Sorge bereite ihm die Stagnation bei Klima- und Umweltpolitik trotz allem vordergründigen Aktionismus der Regierenden in Bayern und im Bund. Friedl: „Wir brauchen dringend einen schnellen politischen Wandel, um die Menschheitsaufgabe der Begrenzung der Klimaüberhitzung mit aller Ernsthaftigkeit verantwortungsvoll anzugehen.“ Optimistisch ist Friedl für die kommenden Wahlen: „Die Grünen haben Menschen in die Verantwortung gebracht, die allen Demokraten in anderen Parteien mit Respekt und Offenheit gegenüber treten und den Austausch in der Sache suchen." 

Mit Gesprächen und dem Austausch gemeinsamer Erinnerungen ging die Feier im Talavera-Schlösschen an einem für die Grünen „historischem“ Ort zu Ende. Dort feierten sie bereits das erste Grüne Direktmandat in Bayern durch Patrick Friedl im Oktober 2018 und den zweiten großen Wahlerfolg mit dem ersten Platz in der Stadt bei der Europawahl im Mai 2019 mit 31,2 Prozent der Stimmen.   

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