Zell

Grüne fordern: Potential des Bahnhofs Würzburg-Zell nutzen

Sie wollen das Potential des Bahnhofs Würzburg-Zell besser nutzen (von links): Olaf Kessel-Deynet, Jessica Hecht (beide Vorstand Grüne Zell), OB-Kandidat Martin Heilig, Kerstin Celina MdL und Konstantin Mack (Kandidat der Grünen Jugend zur Stadtratswahl). Foto: Franziska Dietz

Kalt, windig, dunkel und baufällig – so zeigt sich der Bahnhof Würzburg-Zell derzeit und ist damit alles andere als akttraktiv, wie verschiedene Grünen-Politiker aus Stadt und Landkreis Würzburg bei einem Ortstermin feststellten. Sie fordern eine Verbesserung, denn für sie steckt viel Potential im Regionalverkehr.

„So wie der Bahnhof und sein Umfeld jetzt aussehen, werden die Fahrgastzahlen nicht steigen“, ist sich Landtagsabgeordnete Kerstin Celina sicher, wie es im Schreiben an die Presse heißt. Wichtig sei eine gemeinsame Politik: Die Bahn müsse die Aufenthaltsqualität mit einer guten Ausleuchtung, Wetterschutz und besserer Zugänglichkeit verbessern, die Stadt, der Landkreis und die umliegenden Kommunen müssten gemeinsam Park&Ride anbieten und für Zubringerbusse sowie eine gute fußläufige Erreichbarkeit sorgen.

Mehr Lebensqualität für alle

OB-Kandidat Martin Heilig und der Vorsitzende der Zeller Grünen, Olaf Kessel-Deynet, erhoffen sich von einer Aufwertung des Zeller Bahnhofs, etwa mit einem P&R-Parkplatz, mehr Lebensqualität. Vor allem Würzburg sei durch Einpendelverkehr aus dem Umland stark mit Feinstaub und Lärm belastet. "Wenn es uns gelingt, durch gut erschlossene Park&Ride-Plätze am Rande der Stadt den Autoverkehr in der Stadt deutlich zu reduzieren, bedeutet das einen Zugewinn an Lebensqualität für alle", wird Heilig zitiert. 

Beim Thema Barrierefreiheit sieht Abgeordnete Celina noch viel Handlungsbedarf: Der Bahnhof Würzburg-Zell besonders für Rollstuhlfahrer schwer zugänglich. Celina hat sich deshalb an die Deutsche Bahn gewandt. Weil sich deutlich weniger als 1000 Fahrgäste pro Tag am Zeller Bahnhof aufhalten, sei ein entsprechender Ausbau derzeit nicht vorgesehen, so die Antwort. Darüber zeigen sich die Grünen-Politiker enttäuscht, wie es im Presseschreiben heißt: „Barrierefreiheit ist ein Muss und nutzt allen Fahrgästen. Ein Umbau könnte den Bahnhof insgesamt attraktiver machen."

Bessere Anbingung an die Dürrbachau

Konstantin Mack, Spitzenkandidat der Grünen Jugend zur Stadtratswahl, fordert den barrierefreien Umbau zugleich für eine bessere Anbindung des Bahnhofs an die Dürrbachau und an Zell zu nutzen: „Mit einem Zugang zur Rothofbrücke könnte eine direkte Verbindung zu den Gleisen geschaffen werden, um den Bahnhof auch fußläufig schnell zu erreichen."

Am Ende waren sich laut Schreiben alle einig, dass viel Potential im Regionalverkehr steckt: Statt sich in Autoschlangen durch die Stadt zu quälen und auf Zubringerstraßen im Stau zu stehen, sollten die Bewohner des Umlandes mit dem Zug in die Stadt gebracht werden, wo das möglich ist.

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