Würzburg

Grüne legen in allen Stadtteilen zu, große Verluste für die SPD

In den einzelnen Stadtteilen gab es bei der Stadtratswahl teils deutliche Verschiebungen. Doch wer sind die Gewinner und wer die Verlierer? Eine Übersicht.
Die Stimmzettel sind abgegeben und weitestgehend ausgezählt. In den einzelnen Stadtteilen gab es teils gravierende Veränderungen.
Die Stimmzettel sind abgegeben und weitestgehend ausgezählt. In den einzelnen Stadtteilen gab es teils gravierende Veränderungen. Foto: Thomas Obermeier

Dass die Grünen bei den Stadtratswahlen zulegen würden, hatten Kenner der Würzburger Lokalpolitik vorausgesagt. Gleichzeitig glaubten viele auch an massive Verluste der CSU. Die erste Prognose hat sich bewahrheitet, die zweite nicht. Diese Redaktion hat analysiert, wie die Parteien und Gruppierungen in den einzelnen Stadtteilen abgeschnitten haben.

Beginnen wir mit dem Wahlsieger, den Grünen. Im Vergleich zur Stadtratswahl 2014 haben sie in allen Stadtteilen zugelegt, zum Teil sogar massiv. Ihr schlechtestes Ergebnis holte die Umweltpartei in der Lindleinsmühle, dort erhielten die Grünen 18,96 Prozent der Stimmen. Aber: Das sind fast doppelt so viele wie bei der letzten Wahl, als die Grünen dort einen Stimmenanteil von zehn Prozent hatten. Außerordentlich gut schnitten die Grünen in der Altstadt ab, hier steigerten sie sich von 21,1 auf 41,5 Prozent – ihr bestes Stadtteilergebnis bei diesen Wahlen. Auch in Grombühl und der Sanderau legten die Grünen außerordentlich zu. In der Sanderau von 20,7 auf 39,1 und in Grombühl von 21,4 auf 40,7 Prozent.

CSU: Deutliche Verluste und leichte Gewinne

Die künftig zweitstärkste Fraktion im Stadtrat, die CSU, schnitt am besten in Lengfeld ab, wo sie auf 37,98 Prozent kam. Am wenigsten punkten konnte die CSU in Grombühl (19,51 Prozent). Die deutlichsten Verluste gab es für die CSU in der Altstadt, in Grombühl und der Sanderau, während sie im Dürrbachtal, in Heidingsfeld und in Rottenbauer leicht zulegen konnte. 

Schwer erwischt hat es bei dieser Wahl die SPD. Sie erlitt flächendeckend in allen Stadtteilen Verluste. Ihr bestes Ergebnis waren 12,25 Prozent in Heidingsfeld, am schlechtesten schnitten die Sozialdemokraten im Steinbachtal ab, wo sie auf 7,77 Prozent kamen. Während die SPD bei den letzten Wahlen in allen 13 Stadtteilen zweistellige Ergebnisse erzielte, ist sie jetzt in neun Stadtteilen in den einstelligen Prozentbereich abgerutscht.   

Wenig Veränderungen bei den "Kleinen"

Ohne gravierende Tendenzen nach oben oder unten ging die Stadtratswahl für die kleineren Parteien oder Gruppierungen aus. Die freien Wähler schnitten in Versbach, dem Wohnort ihres Vorsitzenden Josef Hofmann, am besten ab (9,97 Prozent), während sie in der Zellerau den geringsten Zuspruch fanden (4,97 Prozent). FDP, Würzburger Liste, ZfW und ÖDP hatten im Vergleich zur letzten Wahl keine besonderen oder überraschenden Ausschläge nach oben oder unten in den einzelnen Stadtteilen. Im Vergleich zur letzten Wahl konnte Die Linke ihr Gesamtergebnis verdoppeln. Sie legte in fast allen Stadtteilen leicht zu.    

Bleibt noch als Neuling im Stadtrat die AfD. Sie hat ihre Hochburgen nicht ganz unerwartet am Heuchelhof (8,59 Prozent) und in der Lindleinsmühle (7,08 Prozent). Am wenigsten wollten die Wählerinnen und Wähler in der Sanderau von der AfD wissen. Dort kam sie auf 2,78 Prozent. 

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