REGION WÜRZBURG

Grundsätzliches Nein zu A3/A7-Verbindung

So nicht: Eine Verbindung von der A 7 zur A 3, wie es diese Skizze von 2010 aus dem Bedarfsplan für Bundesfernwege zeigt... Foto: J. Ungemach

Nachdem kürzlich mit Variante 5 eine deutlich abgespeckte mögliche B 26n in die Diskussion eingebracht wurde, zeigt sich der Verein Bürger und Kommunen gegen die Westumgehung Würzburg/B26n kompromissbereit. Er macht aber klar: Eine Planung mit dem Ziel einer Verbindung der beiden Autobahnen A 7 und A 3, in welcher Form auch immer, wird entschieden abgelehnt. Erst wenn diese ursprüngliche Planung aufgegeben werde, könne man konstruktiv an der Verkehrsplanung mitarbeiten, betont der Verein.

Stellvertretender BI-Vorsitzender Günter Krönert (Duttenbrunn) betont in einer Stellungnahme, dass erst der massive Einsatz der Bevölkerung beim Raumordnungsverfahren weitere Varianten erzwungen habe.

Zu den im Raum stehenden weiteren Varianten macht Krönert deutlich: „Wir kaufen doch nicht die Katze im Sack! Hinterher erklärt man uns dann, wir hätten zugestimmt, wenn am Ende doch die ursprüngliche Variante gebaut wird. Nur eine Variante ohne Verbindung A 3–A 7 ist ein echter Kompromissvorschlag.“

In München beim Besuch des Vereins in der Obersten Baubehörde haben die B26n-Gegner den Eindruck gewonnen, dass ein erhebliches Abweichen von einem im Bundesverkehrswegplan (BVWP) eingestellten Projekt, das so weit fortgeschritten sei, nur schwerlich vorstellbar ist. Das bedeute laut Bürgerinitiative, dass von der Trassenführung nicht grundsätzlich abgewichen werden könne.

Krönert: „Es gibt keine Verschiebung zum Beispiel bei der Fortführung ab Karlstadt in Richtung A 3. Es kann eben nicht einfach nach Westen Richtung Lohr/Marktheidenfeld anstatt nach Osten in Richtung Helmstadt umgeplant werden.“ Deshalb plädieren die Autobahngegner klar für die Herausnahme aller Varianten der B 26n, um einen Konsens für bedarfsgerechte regionale Lösungen zu finden.

Die Bürgerinitiative werde nicht einer Teillösung wie einer zweispurigen Straße von der A 7 nach Karlstadt zustimmen, wenn diese letztendlich nur ein erster Schritt auf dem Weg zur abgelehnten B 26n sei.

Kosten-Nutzen-Verhältnis

Krönert erinnerte daran, dass nach Aussagen aller Fachleute ein akzeptables Kosten-Nutzen-Verhältnis, welches für die Aufnahme in den BVWP nötig ist, nur durch eine durchgängige Straße erreicht werden könne. „Wenn das so ist, dann wird diese auch irgendwann gebaut.“ Es werde immer das Ziel sein, die B 26n zur Verkehrswirksamkeit zu bringen, also in Folge auch von der A 7 bis zur A 3 durchzubauen.

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