GÜNTERSLEBEN

Günterslebener Gemeinderat sagt „Nein“

Sie wäre gern gesehen worden als neues Mitglied im ebenfalls neu gegründeten „Tourismusverein Nördliches Würzburger Land“, die Gemeinde Güntersleben. Die Mehrheit des dortigen Gemeinderats aber lehnte jetzt einen Aufnahmeantrag in die neue Institution, die sich vorwiegend um die touristische Vermarktung der Region kümmern soll, mit knapper Mehrheit von sieben zu sechs Stimmen ab.

Im neuen Verein, der erst vor kurzem gegründet wurde und der die alte „Touristik GmbH im Würzburger Land“ ablöst, sind bislang mit den Gemeinden Erlabrunn, Leinach, Margetshöchheim, Retzbach, Retzstadt, Thüngersheim, Veitshöchheim, Zell und Zellingen sowie Vertretern von Vereinen und Organisationen, Gastronomiebetrieben, Winzern und Einzelpersonen 28 Mitglieder aktiv. Die Verwaltung der Gemeinde Güntersleben war schon im März beauftragt worden, an den Gesprächen zur Vereinsgründung teilzunehmen und nach Vorlage der Rahmenbedingungen dem Ratsgremium zur Entscheidung über eine Mitgliedschaft vorzulegen.

Allen Plädoyers von Bürgermeister Ernst Joßberger und seinem Stellvertreter Michael Freudenberger zum Trotz, die sich vehement für einen Eintritt der Gemeinde in den Verein als Körperschaft einsetzten, sahen sich die komplette SPD-Fraktion sowie Teile von Joßbergers eigener UB-Fraktion dazu außerstande und überstimmten knapp die Befürworter einer Beteiligung.

Obwohl mehrfach darauf hingewiesen wurde, dass es hier nicht „nur um die Tourismusförderung“ gehe, sondern vor allem um das Schaffen neuer Netzwerke, sah die Ratsmehrheit dafür keine Notwendigkeit. „Wir sind bereits über das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept ,Würzburger Norden‘ gut vernetzt,“ argumentierte beispielsweise SPD-Fraktionssprecher Maximilian Beck. Der Jahresbeitrag von 3000 Euro für die Gemeinde sei kein Grund zur Ablehnung, war zu hören. Die Nutzung des neuen Vereins lediglich als Mitteilungsplattform für Veranstaltungen im Ort erschien den meisten Räten wohl zu wenig.

Sichtlich enttäuscht zeigte sich Ortsoberhaupt Joßberger. „In meiner Amtszeit wird dieses Thema jedenfalls nicht noch einmal behandelt werden,“ sagte er am Ende der Diskussion – für den Fall, dass man es sich in den nächsten Monaten noch anders überlegen sollte und doch in den Tourismusverein eintreten wolle.

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