GÜNTERSLEBEN

Günterslebener schreibt Buch über ein Flüchtlingsmädchen

Siegfried Priesnitz war Jahre lang als Entwicklungshelfer in Somalia. Nun traf er ein geflüchtetes Mädchen in Würzburg und erzählt ihre dramatische Geschichte.
Siegfried Priesnitz mit seiner Frau Maryan und seinem jüngsten Sohn Manuel vor seiner selbstbemalten „Somalia-Garage“ in Güntersleben. Foto: Foto: Nicolas Bettinger
Maryan Priesnitz kennt ein Sprichwort aus ihrer Heimat Somalia: „Wenn ein Fisch verdorben ist, dann stinkt das ganze Wasser“. Genau dieser Schlussfolgerung will Siegfried Priesnitz, Maryans deutscher Ehemann, vorbeugen und zeigen, dass man nicht von wenigen auf alle schließen sollte. Der 72-Jährige steht mit einem wolligen Strickpullover vor seinem Haus in Güntersleben. Ein letzter Zug an seiner Zigarette verrät nicht, ob der Rauch oder die warme Luft aus seinem Mund für den Dampf in der klirrenden Kälte sorgen. Er vermisst die Wärme Somalias.