Veitshöchheim

Gymnasialdirektoren tagten zum Thema Digitalisierung

Die im zweijährigen Turnus veranstaltete Hauptversammlung der Vereinigung der Direktoren der bayerischen Gymnasien (BayDV) fand in diesem Jahr im Gymnasium Veitshöchheim statt.
Sie sorgten als Jonglage-Orchester für eine fulminante Eröffnung der Hauptversammlung der bayerischen Gymnasial-Direktoren, die Jonglagegruppe 'Drunter & Drüber' des Gymnasiums Veitshöchheim mit ihrem Dirigenten, dem Mathelehrer Matthias Schreyer. Diese Choreographie hatte Schreyer, in anderer Besetzung, 2006 in München anlässlich eines WM-Spiels aufgeführt.
Sie sorgten als Jonglage-Orchester für eine fulminante Eröffnung der Hauptversammlung der bayerischen Gymnasial-Direktoren, die Jonglagegruppe "Drunter & Drüber" des Gymnasiums Veitshöchheim mit ihrem Dirigenten, dem Mathelehrer Matthias Schreyer. Diese Choreographie hatte Schreyer, in anderer Besetzung, 2006 in München anlässlich eines WM-Spiels aufgeführt. Foto: Dieter Gürz

Die im zweijährigen Turnus veranstaltete Hauptversammlung der Vereinigung der Direktoren der bayerischen Gymnasien (BayDV) fand in diesem Jahr im Gymnasium Veitshöchheim statt. Um die unter dem Motto "Gymnasiale Bildung und Erziehung im Zeitalter der Digitalisierung" stehende Tagung vorzubereiten, war der Landesvorstand bereits am Freitag aus allen Regierungsbezirken nach Veitshöchheim gereist. Bürgermeister Jürgen Götz hieß die Oberstudiendirektoren im Rathaus mit einem Gläschen Veitshöchheimer Sonnenschein willkommen und stellte ihnen die Stadtrandgemeinde vorstellte.

Veitshöchheims Schulleiter Dieter Brückner zeichnete tags darauf in einer originellen Begrüßungsrede das Bild vom Gymnasium als einem Orchester, einen eleganten Bogen zur Eröffnungsnummer durch das Jonglage-Orchester seiner Schule schlagend.  

Stellvertretender Landrat Armin Amrehn sagte in seinem Grußwort: "Wir im Kreistag sind sehr stolz auf das hiesige Gymnasium, das bei der Digitalisierung eine Vorreiterrolle hat." Im Gymnasium Veitshöchheim gibt es schon seit 2003 die sogenannten "Notebook-Klassen". Standard sei auch der Unterricht mit den intelligenten White-Boards in allen Räumen, ebenso die Medienerziehung. 

Teilnehmer der Hauptversammlung der Bayerischen Direktoren-Vereinigung (BayDV) im Gymnasium Veitshöchheim. Von links: Ministerialdirektor Herbert Püls, Veitshöchheims Schulleiter Dieter Brückner, BayDV-Landesvorsitzender Walter Baier, Festrednerin Professorin Dr. Silke Grafe (Uni Würzburg) und stellvertretender Landrat Armin Amrehn.
Teilnehmer der Hauptversammlung der Bayerischen Direktoren-Vereinigung (BayDV) im Gymnasium Veitshöchheim. Von links: Ministerialdirektor Herbert Püls, Veitshöchheims Schulleiter Dieter Brückner, BayDV-Landesvorsitzender Walter Baier, Festrednerin Professorin Dr. Silke Grafe (Uni Würzburg) und stellvertretender Landrat Armin Amrehn. Foto: Dieter Gürz

BayDV-Landesvorsitzender Walter Baier aus philosophierte in seiner Einführung an Konfuzius erinnernd: "Bildung setzt Muse und Zeit voraus und kann daher nicht programmiert werden." 

Festrednerin Professorin Dr. Silke Grafe vom Lehrstuhl für Schulpädagogik an der Uni Würzburg beleuchtete wissenschaftlich Bildung und Erziehung in Schule und Unterricht in einer durch Digitalisierung und Medialisierung geprägten Welt. Ein sachgerechtes, selbstbestimmtes, kreatives und sozialverantwortliches Handeln in einer durch Digitalisierung und Mediatisierung geprägten Welt bedeute eine bedeutsame Zielperspektive für Schule und Unterricht. Dabei spiele die Förderung von Problemlöse-, Entscheidungs-, Gestaltungs- und Urteilskompetenzen eine wichtige Rolle.

Ministerialdirektor Herbert Püls aus dem Staatsministerium für Unterricht und Kultus hielt ein Statement zu aktuellen bildungspolitischen Themen. Der bayerische Koalitionsvertrag enthält nach seinen Worten eine wuchtige Ankündigung: 5000 neue Lehrer mit qualifizierter Ausbildung bis 2023. Für eine vertiefte Profilbildung wurde die neue "AG Oberstufe" ins Leben gerufen, um eine tragfähige Oberstufenkonzeption zu entwickeln. 

Im Rahmen der neuen Initiative "Werte machen Schule" des Kultusministeriums spiele die "Wertebildung 4.0" eine große Rolle. Ab diesem Schuljahr würden deshalb Schüler zu Wertebotschaftern ausgebildet, die sich dabei unter anderem mit Fragen beschäftigen wie: Wie kommuniziere ich wertschätzend in sozialen Netzwerken? Wie gehe ich mit Fake News oder Hass-Kommentaren um? Wie geht Zivilcourage im Netz?

Allein in diesem Jahr würden mit dem Masterplan "Bayern digital II" über 210 Millionen Euro in die technische Ausstattung von Schulen, vor allem in digitale Klassenzimmer investiert.

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