Würzburg

Hafen-Razzia: "Polizei sollte nicht Gegner der Jugend sein"

Die Grüne Jugend kritisiert die Polizeiaktion im Alten Hafen. Wenn man Jugendlichen mit "polizeilicher Willkür" begegne, würde man Fronten aufbauen.
Die Grüne Jugend kritisiert die Polizeiaktion im Alten Hafen. Was die Jugendlichen zum Thema "polizeiliche Willkür" zu sagen haben.
Die Hafentreppe am Alten Hafen war Schauplatz eines großen Polizeieinsatzes. Foto: Thomas Obermeier

„Die Polizei sollte nicht unsere Gegnerin sein", kritisiert Luisa Baumgart von der Grünen Jugend Würzburg in einer Pressemitteilung den Großeinsatz der Polizei auf der Hafentreppe. Wie berichtet, wurden am 22. März 137 Jugendliche im Alten Hafen bis zu drei Stunden von der Polizei festgehalten und kontrolliert.

Wie Baumgart in einer Pressemitteilung aufführt, würden Aktionen wie die Razzia im Alten Hafen junge Menschen "polizeiliche Willkür" erfahren lassen. "Dadurch entsteht in vielen Köpfen ein Fronten-Denken, und das wiederum führt zu Aggressionspotenzial- also genau dazu, was angeblich verhindert werden sollte."

Konstantin Mack, Spitzenkandidat der Grünen Jugend für die Stadtratswahl: "Das unverhältnismäßige Vorgehen der Polizei gegen - zum großen Teil minderjährige - Jugendliche zeigt, welche Gefahren von dem neuen Polizeiaufgabengesetz ausgehen. Der Vorwand einer 'drohenden Gefahr' senkt die Eingriffsschwelle der Polizei und ermöglicht, dass bereits die Anwesenheit an bestimmten Orten ausreicht, um festgehalten und durchsucht zu werden. Wir fordern eine Stellungnahme der Würzburger Polizei und eine unmittelbare, transparente Aufklärung."

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