Würzburg

Halbleib fordert mehr Unterstützung für SKZ

Das Süddeutsche Kunststoffzentrum (SKZ) hat sich als eine wichtige Einrichtung innerhalb der Würzburger Forschungslandschaft etabliert. Das zeigen nicht nur zahlreiche Auszeichnungen und Patentanmeldungen, sondern auch die vielen Anfragen, Aufträge und Projekte, an denen das Institut arbeitet. Firmen aus ganz Deutschland greifen auf die Expertise des Kunststoffzentrums zurück. Davon konnte sich der Würzburger SPD-Landtagsabgeordnete bei einem Informationsbesuch laut einer Pressemitteilung überzeugen.

Aber trotz des großen Erfolgs, erhält das SKZ vom Freistaat nur eine vergleichsweise geringe finanzielle Förderung. So wurde ein Antrag für eine institutionelle Grundfinanzierung ab dem Doppelhaushalt 2019/2020 abgelehnt. Den strukturellen Nachteil gegenüber anderen Forschungseinrichtungen, der entsteht, muss das SKZ aus eigenen Mitteln bestreiten, die dann für den Aufbau neuer Projekte fehlen.

Für Halbleib ein Grund auf eine bessere Finanzierung zu drängen: „Das Kunststoffzentrum ist in der wissenschaftlichen Entwicklung neuer Anwendungsmöglichkeiten für Kunststoffe ganz vorne dabei. Hier werden Innovationen geschaffen, die direkt zu Investitionen und Arbeitsplätzen führen. Es wäre ein Fehler, diese Arbeit nicht stärker zu unterstützen.“

Der SPD-Politiker weist auf eine Reihe von Projekten des SKZ hin, die auf eine finanzielle Unterstützung durch den Freistaat warten:

Cluster-Forschung mit mindestens 600 000 Euro im Jahr.

Bei der bereits bewilligten Fördersumme für den Bau einer neuen Modellfabrik in Würzburg wurde keine Baukostensteigerung einberechnet, deshalb fehlen 10 bis 12 Millionen Euro

Forschung und Zukunft: Mehr Unterstützung für ein Kompetenzzentrum Recycling „Plastics Recycling Center“.

Das Umweltproblem braucht eine Lösung: „Marine Litter: Aufzeigen von Lösungen für das Handlungsfeld Kunststoffe in der Umwelt“, hier fehlen etwa 7 Millionen Euro.

Die fehlende Bereitschaft des Freistaats für wichtige Zukunftsprojekte auch die entsprechenden finanziellen Mittel beizusteuern, ist für Volkmar Halbleib eine zweifelhafte Entscheidung: „Was für universitäre Grundlagenforschung gilt, muss auch für anwendungsorientierte Institute gelten."

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