UNTERPLEICHFELD

Haus an B19 wird abgerissen

Abriss: Dieses Eckhaus an der Kreuzung Hauptstraße-Burggrumbacher Straße in Unterpleichfeld wird abgerissen. Foto: Irene Konrad

Der Ausbau der Ortsdurchfahrt in Unterpleichfeld beschäftigt den Gemeinderat. Als Baubeginn hat das Straßenbauamt Würzburg den 10. November vorgesehen. Bis dahin will und muss die Gemeinde noch etliche Details klären und die Anwohner über anfallende Kosten informieren.

Bei der Sanierung der B19 im Ortsbereich soll es nicht nur um die Erneuerung der Fahrbahndecke, den Einbau von Hochbordsteinen an gefährlichen Stellen oder lärmdämmenden Asphalt gehen. Auch Sanierungen der Ver- und Entsorgungsleitungen, die Verlegung glasfasertauglicher Leerrohre, behindertengerechte Bushaltestellen und neue Straßenlampen verlangen Handlungsbedarf.

Vorbereitende Arbeiten

Mitte Juni hat Bürgermeister Alois Fischer bei einem Ortstermin mit Peter Kränzlein vom Ingenieur-Büro Auktor die notwendigen Schritte abgestimmt. Er stellte dem Ratsgremium zusammen mit Gemeinderat Helmut Scholz die Baumaßnahme vor und berichtete zudem über seine Gespräche mit dem Staatlichen Bauamt. Über den Winter hinweg soll die Ortsdurchfahrt möglichst keine offene Baustelle sein. Deshalb sind in diesem Jahr vorbereitende Arbeiten angedacht. Die Gemeinde möchte zunächst an drei Stellen in offener Bauweise Kanalstücke sanieren, für eine längere und behindertengerechte Bushaltestelle die Mauer am Kindergarten entfernen und vor allem ein Haus im Kreuzungsbereich Hauptstraße-Burggrumbacher Straße einreißen.

Dieses Haus an der B19 stand schon mehrere Jahre leer. Die Gemeinde hat es nun von einer Erbengemeinschaft gekauft. Früher ist im ehemaligen Anwesen der Familie Kamm eine Firma gewesen, die unter anderem Wasser- und Versorgungsleitungen erstellt hat. Aufgrund der Lage an der B19 sei zuletzt niemand mehr bereit gewesen, das Haus zu renovieren, mutmaßt Michael Wild von der „Bürgerinitiative Verkehrsberuhigung und Ortsumgehung Unterpleichfeld, Bergtheim, Opferbaum und Eßleben“.

Die Mitglieder der Bürgerinitiative freuen sich über die geplanten Sanierungsmaßnahmen an der B19 und führen sie auf den Einsatz mehrerer Kommunalpolitiker und vor allem auf das Engagement von Staatssekretär Gerhard Eck zurück. „Wir sind allerdings der Meinung, dass hierdurch ausschließlich die Verkehrssicherheit erhöht wird“, erläutert Wild. Dass die bayerische Regierung eine Machbarkeitsstudie für eine großzügige Ortsumgehung ablehnt, enttäuscht die organisierten Bürgerinnen und Bürger sehr.

„Aus unserer Sicht entspricht die Begründung in keiner Weise den Tatsachen“, ist Wild verärgert. Der sechsspurige Ausbau der A 7 werde keine Entlastung zum heutigen Stand bringen. Das habe auch Dr. Michael Fuchs vom Staatlichen Bauamt bestätigt. Es gebe keinerlei Studien oder Belege weder auf Landes- oder Bundesebene, die diese Behauptung stützen würden. Bei einem Gesprächstermin mit Staatssekretär Eck und dem Landtagsabgeordneten Manfred Ländner am 18. Juli wollen Mitglieder der Bürgerinitiative ihre Argumente für eine Ortsumgehung erneut vortragen und um Unterstützung der Politiker bitten.

Zum Ausbau ihrer Ortsdurchfahrt hat der Gemeinderat Unterpleichfeld mehrere Beschlüsse gefasst. Die Kommune will die Maßnahme mit dem Staatlichen Bauamt Würzburg durchführen und stimmt der Kostentragung im Rahmen der gesetzlichen Regelungen zu. Die Gehwege sollen gepflastert und Lehrrohrtrassen sowie bestimmte Wasserleitungen in den Gehwegbereich verlegt werden. Und der Einmündungsbereich in die Burggrumbacher Straße wird umgebaut. Es soll eine Verkehrsinsel und eine Linksabbiegespur geben.

Vollsperrungen

2015 werden etappenweise Vollsperrungen über mehr als ein halbes Jahr nötig sein. Das Staatliche Bauamt stellt in der Gemeinderatssitzung vom 22. Juli die Maßnahme detailliert vor samt Daten und Zahlen zu Zeitabläufen und Kosten.

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