Würzburg

Haushalt 2020: Mehr Geld für Lastenräder und Steinbachtalschule

Auch für den kommenden Haushalt 2020 konnten die Stadtratsfraktionen Wünsche in Form von Anträgen einbringen. Über diese wurde nun in den Haushaltberatungen diskutiert.
Lastenräder werden immer beliebter – besonders mit elektrischem Antrieb. Für das Haushaltsjahr 2020 stehen nun weitere 50 000 Euro für den Fördertopf Lastenrad zur Verfügung.  Foto: dpa

Zwei Tage lang diskutierte der Stadtkämmerer mit den Stadtratsfraktionen über den Haushalt 2020. Denn auch für das kommende Haushaltsjahr konnten die Stadtratsfraktionen Wünsche in Form von Anträgen einbringen. So lag dem Stadtrat zum Beispiel ein Antrag zur Erhöhung des Fördertopfes Lastenräder vor. Im Haushaltsentwurf waren dafür 50 000 Euro für 2019 eingeplant. Die ÖDP beantragte, den Topf auf insgesamt 150 000 Euro zu erhöhen. Stadtrat Raimund Binder betonte, dass das Thema "Lastenrad" bei vielen jungen Familien angekommen sei und auch immer beliebter werde. Stadtratskollege Patrick Friedl (Grüne) dazu: "Unser Ziel ist es, einen hohen Radverkehrsanteil in der Stadt zu bekommen." Viele Menschen würden zeigen, dass sie großes Interesse dafür haben. Kämmerer Robert Scheller gab letztlich die Zusage, weitere 50 000 Euro für 2020 einzuplanen.

Feuerwehr

20 000 Euro für die Zimmerausstattung der Feuerwehr sah der Haushaltsplan des Kämmerers vor. "Mit 20 000 Euro kommt man doch nicht weit", sagte dazu Stadtratsmitglied Raimund Binder (ÖDP). Seine Fraktion hatte daher zusätzliche 20 000 Euro beantragt. Stadtrat und Kämmerer einigten sich auf 10 000 Euro zusätzlich. Umwelt- und Kommunalreferent Wolfgang Kleiner unterstützte den Antrag. Ebenfalls von der ÖDP kam der Antrag, die Arbeitsgeräte der Feuerwehr mit zusätzlichen 25 000 Euro zu fördern. 50 000 Euro waren bereits im Haushaltsentwurf 2020 vorgesehen. Scheller und der Stadtrat stimmten zu. 

Steinbachtal-Burkarder-Schule

Einen großen Sanierungsbedarf sehen die Stadtratsfraktionen SPD und CSU an der Steinbachtal-Burkarder-Schule. Beide beantragten Planungsmittel zur Sanierung in Höhe von 100 000 Euro. CSU-Stadträtin Julia Kock begründete den Betrag damit, dass die Schule zwei Standorte habe und massiver Bedarf bestehe. Schul- und Sportreferent Achim Könneke bestätigte den Handlungsbedarf. Kämmerer Robert Scheller sicherte zu, das Geld für 2020 einzuplanen. 

Windrad der Scheunenkirche St. Hedwig

10 000 Euro werden im kommenden Jahr für die Reparatur des Windrades auf dem Dach der Scheunenkirche St. Hedwig auf dem Gelände des Gut Heuchelhof zur Verfügung stehen. Jeweils 20 000 Euro beantragten die Stadtratsfraktionen ÖDP und SPD. Auf die Hälfte konnte sich der Kämmerer mit den Stadtratsmitgliedern einigen. 

Kletter- und Rutschlandschaft

Für die Erneuerung der Kletter- und Rutschlandschaft "Kandschindschunga" des Kinderzentrums Spieli werden im kommenden Haushalt 15 000 Euro vorgesehen, dies kommt nach einem Antrag der Freien Wählergemeinde. 

Obdachlosenunterbringung

Ebenfalls 15 000 Euro werden für Sachdienstleistungen der städtischen Obdachlosenunterbringung vorgesehen. "Es gibt dort viel Handlungsbedarf", so Nadine Lexa (CSU). Sie nannte als Beispiel, dass in der Obdachlosenunterkunft in der Sedanstraße aktuell nur eine Waschmaschine für alle Bewohner verfügbar sei. 

Bücherschrank Versbach

Freuen können sich auch die Versbacher: Vor dem Alt-Rathaus soll ein Bücherschrank, wie in anderen Stadtteilen bereits vorhanden, installiert werden. Die ÖDP-Stadtratsfraktion beantragte hierfür die Mittel (ohne Betragsnennung) im kommenden Haushalt bereit zu stellen. Scheller und die Stadträte einigten sich auf 10 000 Euro. 

Neupflanzung Nadelbäume

Das Gartenamt will im nächsten Jahr in allen Stadtteilen Nadelbäume finden oder neu pflanzen, die dauerhaft als Weihnachtsbäume genutzt werden können. Um diese Stadtteil-Weihnachtsbäume sollen sich künftig Bürger oder Vereine kümmern und von der Stadt die dafür nötigen Mittel erhalten. Sinn der Sache: Mehr Nachhaltigkeit und Entlastung des Gartenamts. Denn laut Umweltreferent Wolfgang Kleiner sind acht Mitarbeiter vor Weihnachten drei Wochen damit beschäftigt, in den Stadtteilen Weihnachtsbäume aufzustellen und wieder abzubauen.

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