Würzburg

Haushalt 2020: So werden Arena und Nord-Straba gefördert

Die Stadt hat den 558 Millionen umfassenden Haushalt verabschiedet. Dabei werden viele Projekte gefördert, auch die Multifunktionsarena und die Straßenbahn nach Versbach.
So soll die neue Multifunktionsarena bei Heimspielen der Baskets aussehen. Sie wird im Haushalt 2021 mit 500 000 Euro gefördert. Foto: Projektgesellschaft Arena Würzburg

558 Millionen Euro groß ist der Haushalt der Stadt Würzburg für das Jahr 2020. Darauf einigten sich die Stadträte am späten Freitagabend nach zwei langen Sitzungstagen im Rathaus. Kämmerer Robert Scheller zeigte sich im Anschluss durchaus zufrieden mit dem Ergebnis: "Es wurde die große Linie des Haushaltes bestätigt, aber auch klare Akzente und Konturen gesetzt, so dass wir meiner Meinung nach einen ambitionierten und genehmigungsfähigen Haushalt 2020 vorlegen können.“

Ganz ähnlich sah das auch Oberbürgermeister Christian Schuchardt: "„Wir haben hier gemeinsam viele Themen grundsätzlich angesprochen und so nicht nur finanziell sondern auch thematisch wichtige Weichen für Würzburg im kommenden Jahr gestellt.“ Insgesamt kommt der Haushalt wie geplant mit gut 3,5 Millionen Euro Neuverschuldung aus. Die 2,8 Millionen Euro Spielraum, die Scheller im Vorfeld für Anträge der Parteien bereitgestellt hatte, reichten zwar nicht aus, aber die zusätzliche Million wird aus der Rücklage entnommen.

Baum-Ersatzpflanzungen sind ein Schwerpunkt

Schwerpunkte des neuen Haushalts sind unter anderem die Ersatzpflanzungen von Bäumen, Verkehrsthemen und den Klimaschutz. Heiß diskutiert wurde im Gremium auch über die Förderung für die neue Multifunktionsarena, die in der Nähe des Bahnhofs gebaut werden soll. 

Die CSU hatte beantragt für das kommende Jahr zusätzlich eine Million Euro für die Realisierung der Arena aus der Rücklage zu entnehmen. Ganz anders wollte das Sebastian Roth von den Linken. Er beantragte eine Streichung der geplanten Förderung, bis ein erfolgsversprechendes Konzept vorliegt. Vor der Abstimmung beantragte Manfred Dürr von den Grünen noch, dass das große Dach der Arena für Photovoltaik-Anlagen genutzt werden müsse. Dies lehnte Stadtbaureferent Schneider jedoch ab, da die Planungen möglicherweise schon weit fortgeschritten seien. 

In 2021 eine halbe Million für die Arena

Der Antrag der CSU bekam zwar im Anschluss eine knappe Mehrheit, doch Stadtkämmerer Robert Scheller war damit nicht zufrieden. Er betonte, wie groß die Belastung für den Haushalt sei und stellte einen Änderungsantrag, der schließlich angenommen wurde. Im Haushalt für das Jahr 2020 werden keine weiteren Mittel eingestellt, dafür wird die Summe im Jahr 2021 um eine halbe Million erhöht. 

Der Linken-Fraktionsvorsitzende Sebastian Roth scheiterte auch mit seinem Antrag über 250 000 Euro für Planungen und Konkretisierungen der Straßenbahnlinie Nord Richtung Versbach. Nach einer kurzen Diskussion, bei der Matthias Pilz, Fraktionschef der Grünen im Stadtrat betonte, dass das Desaster bei der Linie 6 deutlich zeigt, dass die Planung früher beginnen müsse, folgten die Räte schließlich dem Antrag der SPD-Fraktion, die insgesamt 100 000 Euro für die Planungen einstellen wollte. 

Noch keine Einigkeit bei der Anbindung der Festung

Die 150 000 Euro, die Wolfgang Baumann von der ZfW für die Vorplanung einer Gondelbahn zur Festung einstellen wollte, wurden ebenfalls auf Empfehlung vom Kämmerer abgelehnt. Hier empfahl Scheller einen Aufschub, da die Planungen noch nicht ausgereift seien. Im Plenum herrschte ebenfalls keine Einigkeit, da einige Stadträte die Postkartenansicht auf die Festung nicht durch eine Seilbahn zerstören wollten. Stattdessen favorisierten sie eine Lösung, die einen Aufzug im Festungsberg vorsieht. 

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