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Heiligenfeld-Kliniken planen Wohnungen am "Hasenköpfle"

Das Projekt von der geplanten Westumgehung aus gesehen, oben rechts ist die Mittelschule.
Das Projekt von der geplanten Westumgehung aus gesehen, oben rechts ist die Mittelschule. Foto: afw-Architekten, Bad Kissingen

Nachdem sich ein im Landkreis einmaliges, großflächiges Wohnbauprojekt der Bad Kissinger Heiligenfeld-Kliniken zerschlagen hat, startet das Unternehmen nun einen zweiten Anlauf: Statt auf der östlich der Pleichach gelegenen Hochfläche "Am Eichig" am südlichen Ortsrand soll das Vorhaben nun auf der gegenüberliegende Höhe westlich der Pleichach umgesetzt werden: auf dem sogenannten "Hasenköpfle".

Auch wenn der neue Standort aus der Not geboren ist, zeigten sich sowohl Planer André Felix Wagner als auch die Räte von der Neuauflage des Projekts angetan: Als großen Vorteil nannte Wagner die höhere "städtebauliche Qualität", indem in zentrumsnaher Lage eine "Abrundung" des bestehenden Ortes geschaffen werde.

Mit dem Großprojekt an der sogenannten Lage "Hasenköpfle" möchten die Bauherren als Zielgruppe sowohl junge Existenzgründer als auch ältere Menschen, die sich im Ruhestand befinden, ansprechen. Es soll Einrichtungen zum betreuten Wohnen, ein Spiel- und Bolzplatz, ein Backhäusle für Familienfeiern und eine Hausbrauerei geben. Zwischen den einzelnen, barrierefreien drei- und viergeschossigen Wohnanlagen sind autofreie Innenhöfe geplant, die Raum zur Begegnung und einem "sozialen Miteinander" geben. Arbeiten und Wohnen sollen so eine enge Einheit bilden.

Auch die Energiebilanz soll Maßstäbe setzen. Geplant ist, ebenso viel Energie zu erzeugen, wie die Wohnungen verbrauchen. Hierzu sind Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern, Wärmepumpen und auch Regenwasserspeicher geplant. Sogar ein Anschluss an das Rimparer Fernwärmenetz ist denkbar. Für die Autos soll es mehrere Elektro-Ladestationen geben.

Die neuen Pläne sehen zudem einen zusätzlichen Grünzug vor, um so das stärker konturierte Geländeprofil aufzunehmen. Als Zufahrt ist ein Zubringer vorgesehen, der die Autos von der geplanten Westumgehung in das neue Viertel führt. Hier könnte auch eine Gewerbeeinheit wie etwa ein Gesundheitszentrum oder Seniorenwohnen entstehen.

Als Vorteil wurde im Marktgemeinderat die bessere Lage in unmittelbarer Nähe zur Schule, unweit der Ortsmitte mit den Geschäften sowie dem geplanten Nahversorgungszentrum gegenüber der Kugellagerfabrik hervorgehoben. Auch sei eine bessere Akzeptanz des Projekts zu erwarten, weil es sich nun nicht mehr so sehr auf dem "Präsentierteller" befinde als am Eichig, stellte Peter Schneider fest.

Er und Harald Schmid wiesen jedoch auf Bedenken hin, dass damit eine Konkurrenz zu einem eigenen Seniorenprojekt und Baugebieten, wie dem an der Winterleite, entstehen könnte. Thomas Wetzel (CSU) sieht dagegen unterschiedliche Gruppen angesprochen. Für ihn seien die höheren Einnahmen durch die Einkommensteuer ein wichtiges Argument dafür. Auch Willy Pototzky (IGU) signalisierte "grundsätzliche Zustimmung" zu dem "sozial-ökologischen Projekt".

Vom Landratsamt hat Bürgermeister Burkard Losert bereits positive Signale bekommen. Im nächsten Schritt stehen die Gespräche mit den Grundstückseigentümern an.

So könnten die autofreien Wege und Innenhöfe aussehen.
So könnten die autofreien Wege und Innenhöfe aussehen. Foto: afw-Architekten, Bad Kissingen

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