Herzenssache Würzburg

Neue Aktion: Marion Rottmann (Robert-Kümmert-Akademie) überreicht Hubert Wunder ein Herzenswunsch-Herz.
Neue Aktion: Marion Rottmann (Robert-Kümmert-Akademie) überreicht Hubert Wunder ein Herzenswunsch-Herz. Foto: FOTO andrea schödl
Würzburg

(mr) Mit einem bunten Festakt aus Liedern, Gedichten und Theaterinterpretationen, die von Menschen mit Behinderung vorgetragen wurden, startete die neue Partnerbörse für Menschen mit Behinderung in ihre Arbeit. „Herzenssache“, so heißt das Programm, das es bereits in 31 Städten Deutschlands gibt. Verschiedene Einrichtungen aus Würzburg, nämlich die Blindeninstitutsstiftung Würzburg, der Verein für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung, die Lebenshilfe Würzburg, die Mainfränkischen Werkstätten und das St.

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Josefs-Stift Eisingen, haben sich unter der Federführung der Robert-Kümmert-Akademie zusammengeschlossen, um Menschen mit Behinderung diese Kontaktbörse zu ermöglichen.

„Mit der Auftaktveranstaltung wollen wir die Herzenssache hinaustragen nach Würzburg“, eröffnete Moderatorin Heike Mix schwungvoll das Programm. „Menschen mit Behinderung haben die gleichen Bedürfnisse nach Freundschaft, Partnerschaft, Sexualität und Familie wie die meisten Menschen. Allerdings haben sie es aufgrund ihrer Lebenssituation häufig schwerer Kontakte und Beziehungen aufzubauen“, erklärte Projektleiterin Katja Eppler. während einer kurzen Podiumsdiskussion. Die Möglichkeit einen Freund oder Partner kennenzulernen, beschränke sich oft nur auf das Wohnheim oder die Werkstatt.

Dies soll mit der neuen Partnerbörse „Herzenssache Würzburg“ anders werden. Auf der Website www.herzenssache.net können Interessierte ihre Adresse und ihre Wünsche eintragen. „Die Daten werden aber erst mal nicht weitergegeben“, versichert Eppler, „sondern landen direkt in unserem E-Mail-Konto. Mein Kollege Mike Singleton oder ich nehmen dann Kontakt mit dem Interessenten auf. Erst wenn die Wünsche im persönlichen Gespräch geklärt sind, beginnt geht die Vermittlung los. Das ist der große Unterschied zu den üblichen Partnervermittlungen, die auf dem Markt existieren und oft viel Enttäuschung verursachen. Es ist speziell auf die Anforderung von Menschen mit Behinderung zugeschnitten. „Wenn es notwendig ist, dann kommen wir zu dem Interessenten ins Haus oder begleiten ihn auch zum ersten Date“, erklärt Mike Singleton.

Zahlreiche Besucherinnen und Besucher der Auftaktveranstaltung nutzen die Gelegenheit, ihr Freundschaftsgesuch gleich an Ort und Stelle aufzugeben. Ganz kostenlos ist die Partnerbörse allerdings nicht. Im ersten Jahr kostet sie 20 Euro, danach einen Euro für jeden weiteren Monat. Finanziell unterstützt wird das Projekt, das unter der Schirmherrschaft von Anke Klaus Funktion Bundesvorsitzende des Sozialdienst Katholischer Frauen steht, von der Aktion Mensch, der Bürgerstiftung mit einer Spende von 3000 Euro und Grafikdesignerin Andrea Wieczorek-Nellen aus Würzburg, die ehrenamtlich das Infomaterial grafisch entwickelt hat.

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