Würzburg/Nepal

Hilfsprojekt: Gute Zähne für nepalesische Kinder

Zahngesundheit ist wichtig: Warum Würzburger Zahnärzte im Dienste der Nepalhilfe Kulmbach in das asiatische Land reisten. 
Ehrenamtliches Engagement in Nepal: Die Würzburger Zahnärzte (v.l.) Oliver Heilmann und Katharina Kretzer sowie Nursen Tekin aus Heilbronn behandelten Kinder in Malekhu. Foto:  Heilmann 

Die Armut ist groß in dem südasiatischen Land, das zwischen Indien und Tibet liegt, Hilfe wird dringend benötigt: Auch dieses Jahr reiste der Würzburger Zahnarzt Oliver Heilmann wieder nach Nepal, um in dem Städtchen Malekhu - etwa 70 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Kathmandu - Kindern die Zähne zu reparieren und sie über Zahngesundheit aufzuklären. Es ist bereits das vierte Mal seit 2012, dass er zwei Wochen seines Jahresurlaubs nahm, um sich ehrenamtlich zu engagieren.  

Mittagessen in der Schule in Malekhu. Foto: Heilmann 

Zum ersten Mal waren nun die jungen Zahnärztinnen Katharina Kretzer aus Würzburg und Nursen Tekin aus Heilbronn mit dabei. Menschen unterstützen und einen kleinen Beitrag zur Entwicklungshilfe leisten – das sind die Beweggründe des Teams. „Mit diesem Einsatz habe ich die Möglichkeit zu helfen und sehe, dass die Hilfe direkt ankommt“, so die 24-jährige Kretzer. Es sei eine tolle Erfahrung gewesen und bestimmt nicht das letzte Mal, dass sie sich ehrenamtlich engagiere.

Gesundheitsstation im Schulgebäude

Unterwegs waren die Zahnärzte im Dienste der Hilfsorganisation Nepalhilfe Kulmbach e.V., die sich seit vielen Jahren in Malekhu engagiert. Der Verein baute dort eine Schule auf, die 2006 eröffnet wurde. Etwa 400 Grund- und 800 Hauptschüler werden heute dort unterrichtet. Neben Zahnärzten waren dank der Nepalhilfe auch schon Ärzte sowie Augenoptiker und Akustiker vor Ort.

Herzliche Begrüßung der Zahnärzte vor Ort. Foto: Heilmann

Im Schulgebäude selbst befindet sich auch die Gesundheitsstation, in der die Zahn-Behandlungen stattfinden. „Wir konnten etwa 300 Kinder behandeln“, erzählt Heilmann. Füllungen und das Ziehen von Zähnen standen dabei auf der Tagesordnung. „Die Anzahl der Zähne, die mit Füllungen versorgt werden konnten, ist inzwischen viel höher als die derjenigen, die gezogen werden mussten“, freut sich der 54-Jährige. Erfolge seien deutlich erkennbar, seit die Kinder durch die Einsätze der Zahnärzte regelmäßige Kontrollen haben "und auch selbst ihre Zähne regelmäßig putzen". Da tauche Karies nicht mehr so oft auf wie zuvor. 

Begeistert von der Herzlichkeit der Menschen

Dennoch ist ein allgemein schlechter Gebisszustand vor allem bei den neuen Schulkindern erkennbar, die bisher keine Aufklärung im Bereich der Zahnpflege erhalten haben. „Da müssen wir dranbleiben“, sagt die 24-jährige Nursen Tekin.

Heilmann und seine Kolleginnen sind begeistert von Land und Leuten und der Herzlichkeit der Menschen dort – trotz ihrer oft großen Armut. „Wir wurden sehr herzlich empfangen und waren von der Gastfreundschaft überwältigt. Vor allem die Kinder haben sich sehr über unseren Besuch gefreut. Das gibt soviel zurück“, so Kretzer.

Spendenkonto: Mitglied der Nepalhilfe Kulmbach kann jeder werden oder eine Patenschaft übernehmen. Nepalhilfe Kulmbach, BIC: BYLADEM1KUB, IBAN: DE48 77150000 0000 110130, Info: www.nepalhilfe-kulmbach.de

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