WÜRZBURG

Hochhaus in der Augustinerstraße: Abriss-Termin offen

Würzburgs Hochhaus-Ruinen stehen still vor sich hin – und noch ist kein Fortschritt in Sicht. Während es zum Hotelturm in der Schweinfurter Straße keine Neuigkeiten gibt, steht beim maroden Ämterhochhaus in der Augustinerstraße jetzt zumindest fest, dass es in diesem Jahr nicht mehr abgerissen wird.
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fdfdsdfsddfsdssdasdasdasda Foto: FOTO Theresa Müller

„Das wäre unrealistisch“, sagt Friedrich Schwab, Vorstandsvorsitzender vom Bauherrn Informica Real Invest aus Reichenberg, im Hinblick auf den Zeitplan. Dieser ist gehörig ins Wanken geraten, nachdem der Stadtrat den Vorhaben- und Erschließungsplan für das Nachfolge-Hochhaus nur unter der Auflage beschlossen hat, die Maximalhöhe auf 33,90 Meter zu begrenzen. Der Bauherr war davon ausgegangen, wie im Architektenwettbewerb vorgesehen, den künftigen „Trycian Tower“ zwei Meter höher bauen zu dürfen.

„Das Umplanen war zeitaufwendig und hat natürlich Kosten verursacht“, so Schwab. In den nächsten Tagen will er die geänderten Pläne bei der Bauverwaltung einreichen. Nach deren Bearbeitung erfolgt die öffentliche Auslegung des Vorhaben- und Erschließungsplanes sowie die Anhörung der Träger öffentlicher Belange. Ein wochenlanges Prozedere, das nach Aussage von Stadtbaurat Christian Baumgart erst nach den Sommerferien beginnt.

Im Zuge der Anhörung kann sich Schwab Einwände von Denkmalschützern wie dem Verschönerungsverein (VVW) vorstellen, der bereits massiven Widerstand gegen das Projekt in der Augustinerstraße 9 und 11 angekündigt hat. VVW-Vorsitzender Stefan Kummer spricht von einer „Bausünde“ und einem „Fremdkörper“, die der Altstadt-Silhouette schweren Schaden zufügten. Der VVW hätte lieber einen Neubau, nicht höher als die Nachbarhäuser.




Schwab macht jedoch deutlich: „Die Gegner werden es nicht schaffen, dass wir hinwerfen.“ Der 55-jährige räumt allerdings ein, dass man trotz der komplizierten Baustelle eine so lange Zeitspanne bis zum Baubeginn nicht einkalkuliert habe. Im Mai 2007 hatte die Informica Real Invest das seit April 2005 wegen Einsturzgefahr leer stehende Gebäude für 1,25 Millionen Euro von der Stadt erworben. Als Baubeginn für den Nachfolger des 79 Jahre alten ersten Würzburger Hochhauses war einmal Anfang diesen Jahres avisiert.

Ein neuer Termin ist offen. Nach der erwähnten Auslegungsfrist des Erschließungsplanes muss sich der Stadtrat mit der Abriss- und mit der Baugenehmigung beschäftigen. „Wir haben einen langen Atem“, erklärt Schwab. Nach der Höhenreduzierung in diesem Januar hatte er noch offengelassen, ob man überhaupt weitermache, doch mittlerweile habe man diese Auflage „zähneknirschend“ akzeptiert.

Keine Auswirkungen auf das Projekt haben laut Schwab die seit April geänderten Besitzverhältnisse der Informica Real Invest AG. Diese wurde mehrheitlich von der InCity Immobilien AG mit Sitz in Köln übernommen. Wie die Informica ist der neue Partner auf den Ankauf und die Entwicklung möglichst renditeträchtiger Wohn- und Gewerbe-Immobilien spezialisiert. „Das macht uns noch stärker“, sagt Schwab, der Informica-Chef bleibt und seit Juni zudem Finanzvorstand der InCity Immobilien AG ist.

Diese verspricht sich angesichts „des gemeinsamen Fokus auf Immobilien in zentraler Lage hohe Synergiepotenziale“. Schwab betont im Hinblick auf das Hochhaus-Projekt die Eigenständigkeit der Informica Real: „Im operativen Bereich entscheiden wir.“

Ob und wann auch immer der auf acht Millionen Euro Baukosten kalkulierte „Trycian Tower“ in der Augustiner stehen wird: Geplant sind im Erdgeschoss 530 Quadratmeter Ladenfläche, darüber Büros, Praxen und Wohnungen. Ein Teil soll vermietet, ein Teil verkauft werden. Mit Georg Rosenthal hat der Bauherr einen prominenten Fürsprecher. Der OB ist überzeugt, dass die Augustinerstraße „eine nicht unerhebliche Aufwertung“ erfahre.

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