Eibelstadt

Hochseilgarten Eibelstadt: Der Kletterturm wird eröffnet

Sogar von der Autobahn aus wird der neue Kletterturm zu sehen sein. Anfang August soll die Anlage eröffnet werden. Doch bis dahin ist noch Einiges zu tun.
Der Hochseilgarten in Eibelstadt soll am 4. August eröffnet werden.
Der Hochseilgarten in Eibelstadt soll am 4. August eröffnet werden. Foto: Thomas Obermeier

Rechts lärmt und staubt die Straßenbaumaschine, links dröhnt es metallisch von der ersten Plattform des im Bau befindlichen Hochseilgartens, und mittendrin steht Carmen Schuppe mit ihrem Kaffeebecher und wirkt bereits am Morgen etwas müde. Gerade hat sie den Holzlasterfahrer einmal ums Karree schicken müssen, denn der kennt sich auf der Baustelle gar nicht aus. Und der Strom für den Kran will derzeit auch nicht fließen: Bauherren-Stress. Familie Schuppe aber sieht bereits das Licht am Ende des Tunnels. Am 4. August soll ihr neuer Hochseilgarten in Eibelstadt fertig sein und offiziell eröffnet werden.

Container für Büro und Imbiss

"Eigentlich wollten wir ja schon im März eröffnen", sagt Carmen Schuppe. Doch Vorschriften sind nun mal Vorschriften, und wenn es irgendwo hakt, verzögert sich der Baufortschritt. "Aber unsere Firmen haben es gut hingekriegt", sagt die Bauherrin erleichtert. Inzwischen ist schon deutlich zu erkennen, wie der Hochseilgarten am Sportpark aussehen wird. Stahlstützen tragen das zehn Meter hohe sechseckige Gestell, in dem eine Treppe von Plattform zu Plattform nach oben führt. Außen herum sind weitere Stützen platziert, die die Kletterstationen beherbergen und mit dem Turm verbunden sind.

Gunter und Carmen Schuppe betreiben die Anlage.
Gunter und Carmen Schuppe betreiben die Anlage. Foto: Thomas Obermeier

Anfang Juli wurde das Fundament gelegt, jetzt steht der Turm bereits. Bis zur Eröffnung werden auch die Container aufgebaut sein, in denen unter anderem ein Lager, ein Büro, ein Imbiss und das WC untergebracht sind. Mehr braucht es vorerst nicht, um den "Frankenturm", wie der Hochseilgarten heißen soll, in Betrieb zu nehmen. "Das ,Hübsch' kommt dann mit der Zeit", sagt Carmen Schuppe. Damit meint sie die Begrünung des Geländes, auf dem noch ein Ruhebereich, ein Spielbereich für Kinder und Fahrradständer eingerichtet werden sollen.

"Regen ist wurscht, nur Gewitter und Sturm sind doof."
Carmen Schuppe, Betreiberin

Auch acht E-Bike-Ladestationen werden zur Verfügung stehen. Insgesamt soll es rund 40 Parkplätze für den Frankenturm geben, etwa die Hälfte davon auf privater Fläche. Außerdem wird das Gelände vom Main her gut zugänglich sein, denn Schuppes gehen davon aus, dass viele Besucher per Drahtesel auf dem Mainradweg anfahren werden.

Ein Kran bringt die Stahlstützen an Ort und Stelle.
Ein Kran bringt die Stahlstützen an Ort und Stelle. Foto: Thomas Obermeier

Gunter Schuppe mitgezählt, wird es am Frankenturm ein Team aus neun Klettertrainern geben, die den Gästen bei Bedarf zur Seite stehen werden. Die meisten davon sind Frauen. "Mein Mann war erstaunt, dass sich so wenige Männer gemeldet haben", sagt Carmen Schuppe. Gesucht hatten die beiden ihr zukünftiges Personal  über verschiedene regionale Internetplattformen und per Aushang in der Sport-Uni Würzburg. Von dort hatten sich Schuppes die meisten Anfragen erwartet. Aber es kam so gut wie nichts. Carmen Schuppe hat sich sagen lassen, dass altmodische Aushänge in Papierform heute kaum mehr beachtet würden: Was nicht auf dem Smartphone erscheint, existiert anscheinend nicht.

Die Klettertrainer erhalten eine Ausbildung

Die zukünftigen Klettertrainer, viele von ihnen Quereinsteiger aus anderen Berufen, erhalten dieser Tage eine fünftägige Ausbildung, die vor Ort in Eibelstadt stattfindet. Von Mitte März bis Ende Oktober soll die Saison am Hochseilgarten dauern. Da Schuppes aber erst im August starten können, werden im ersten Jahr noch keine Saisonkarten ausgegeben. Klettern könne man, von wenigen Ausnahmen abgesehen, eigentlich bei jedem Wetter, sagt Carmen Schuppe. "Regen ist wurscht, nur Gewitter und Sturm sind doof."

Luftig ist die sechseckige Konstruktion des Frankenturms.
Luftig ist die sechseckige Konstruktion des Frankenturms. Foto: Thomas Obermeier

Das Ehepaar aus Würzburg hat sogar schon Pläne, den Turm eventuell auch mal im Winter zu öffnen, denn klettern lässt sich auch mit Handschuhen. Eine Eventplattform des Turms kann für Veranstaltungen von Gruppen gemietet werden. Den Kletterbetrieb stört das aber nicht. Geplant ist außerdem, den Turm später noch um ein weiteres Stockwerk zu erhöhen.

Klettern könne übrigens jeder mit einer gewissen Grund-Fitness, erklärt Carmen Schuppe. Die Besucher bewegen sich nach einer Einweisung in das Material und die Sicherungstechnik selbstständig von Station zu Station. Die Trainer werden nur tätig, wenn es Fragen gibt oder Kletterer in Schwierigkeiten geraten sollten.

Neben dem Hochseilgarten entsteht eine Straße zum zukünftigen Gewerbegebiet 'Am Thomasboden'.
Neben dem Hochseilgarten entsteht eine Straße zum zukünftigen Gewerbegebiet "Am Thomasboden". Foto: Thomas Obermeier

Das Ehepaar Schuppe ist sich sicher, dass sowohl ihre Anlage als auch die Straße durch das direkt angrenzende zukünftige Gewerbegebiet "Am Thomasboden" rechtzeitig zum Eröffnungstermin fertig sein werden. Für Schuppes ist der 4. August der vorläufige Schlusspunkt hinter einer Planung, die von der Idee bis zur Verwirklichung ungefähr fünf Jahre gedauert hat. Es tauchten immer neue Aspekte auf, die man vorher noch nicht bedacht habe, verrät Carmen Schuppe, die den Eröffnungstag nach dieser langen Zeit nun herbeisehnt.

Die Eröffnung des Hochseilgartens findet am Sonntag, 4. August, statt. Geöffnet ist die Anlage von 10 bis 20 Uhr.

Am Hochseilgarten wird in luftiger Höhe gearbeitet.
Am Hochseilgarten wird in luftiger Höhe gearbeitet. Foto: Thomas Obermeier

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