WÜRZBURG

Hoffnung für das Kinder-Palliativteam der Malteser

Eigentlich waren sich die Malteser in Würzburg mit der Verhandlungsgruppe der Krankenkassen einig. Die Finanzierung des Kinder-Palliativteams Unterfranken, das Kinder und Jugendliche mit lebensverkürzenden Erkrankungen und deren Familien betreut, war zwischen diesen beiden Verhandlungspartnern zunächst geklärt. Entscheiden müssen aber die Vorstände der Krankenkassen – und die lehnten schließlich ab. Es geht um 115 000 Euro.

Das Kinder-Palliativteam nahm trotzdem, ohne Vertrag mit den Kassen, seine Arbeit auf und versorgt 15 Familien in Unterfranken. Etwa 800 000 Euro würde der Kinderpalliativ-Dienst der Malteser im Jahr kosten, um 50 schwer kranke Kinder zu versorgen. Die Ärzte und Krankenschwestern sind nicht nur unter der Woche 24 Stunden für die Patienten und Familien zu erreichen, sondern auch am Wochenende. „Ein Dienst, den die Kassen fordern“, sagt Diözesangeschäftsführer Stefan Dobhan. Eltern haben seit 2007 auch einen gesetzlichen Anspruch auf die palliative Versorgung ihrer Kinder.

Signal der Hoffnung

„Nun gibt es ein Signal der Krankenkassen, auf das wir lange gehofft haben“, sagt Dobhan. Diesen Mittwochnachmittag trifft er sich in München mit zwei Kassen-Vertretern. Auch Kinderärztin Elke Schellenberger, die Leiterin des Palliativ-Teams, wird mit nach München fahren. „Das Gesprächsangebot kommt von den Kassen. Sie haben auch zugesagt, ein neues Angebot zu machen“, sagt Dobhan. Er glaubt, dass der öffentliche Druck, auch verschiedene Landtagsabgeordnete haben sich in die Diskussion eingebracht, schließlich dazu beigetragen habe, dass sich die Kassen bewegen. Nach einem Dringlichkeitsantrag der Grünen im Bayerischen Landtag, den SPD und Freie Wähler unterstützen, soll die Finanzierung des Kinder-Palliativteams auch Thema im Gesundheitsausschuss werden.

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