Randersacker

"In Randersacker lässt es sich prima leben"

Das Bürgermeister-Trio von Randersacker: Michael Sedelmayer, Oliver Liedtke und Peter Rost.
Das Bürgermeister-Trio von Randersacker: Michael Sedelmayer, Oliver Liedtke und Peter Rost. Foto: Traudl Baumeister

Mit einem einzigen Wort könne man Rück- und Ausblick abhandeln, so Bürgermeister Michael Sedelmayer: "Läfft" oder *lol* - fränkisch knapp oder zeitgemäß digital. So begann der Rathauschef beim Neujahrsempfang der Marktgemeinde Randersacker seine Rede nach der Begrüßung der rund 200 Gäste durch Bürgermeisterstellvertreter Peter Rost.

Sedelmayer holte dann doch etwas weiter aus und ließ die wichtigsten Meilensteine der vergangenen zwölf Monate Revue passieren. Nicht nur sei die Qualität des wichtigsten Lebensmittels, Trinkwasser, seit der Sanierung des Hochwasserbehälters langfristig gesichert. Mit der Eröffnung des neuen Edeka-Marktes im Dezember 2018 müsse man sich in den kommenden Jahrzehnten auch sonst keine Sorgen mehr um die Nahversorung machen. Für einen ausführlicherer Blick zurück empfahl er den Besuch der Bürgerversammlung am 9. April.

Vorausschauend auf 2019 zählte Sedelmayer kurz die Ende Dezember im Haushaltsplan beschlossenen Projeke auf. Angefangen von den Radwegen nach Lindelbach und Theilheim über weitere Sanierung der Infrastruktur bis hin zum Naturkindergarten zwischen Randersacker und Lindelbach.

Engagierte Bürger, fuhr er fort, hätten 2019 und 2020 viele Möglichkeiten zum Mitwirken, Mitgestalten und Mitentscheiden. Durch Beteiligung am neuen Städtebauförderprojekt (ISEK) im Altort oder durch die Bereitschaft bei der Kommunalwahl im März 2020 zu kandidieren. Da in Randersacker 2020 kein Bürgermeister gewählt werde, liege der Fokus viel stärker auf den Einzelpersonen, die für den Marktgemeinderat kandidieren. "Das sehe ich als großen Vorteil", so Sedelmayer. Vor allem die derzeitige Frauenquote im Rat - eine Frau unter 17 Ratsmitgliedern - müsse sich deutlich verbessern.

Dem Plädoyer für die Kommunalpolitik ließ der Bürgermeister ein Bekenntnis zu Europa folgen. Die Europawahl 2019 stehe für ihn unter der Prämisse: "Wir sind Europäer und wollen das bleiben".

Zu einem Neujahrsempfang gehört auch immer der Blick in die Welt. In Randersacker geschah dies auf besondere Weise. Mit der Bürgermedaille zeichnete Bürgermeisterstellvertreter Oliver Liedtke drei Ehepaare aus, die sich nicht nur in ihrem Heimatort vielfältig einsetzen, sondern weltweit viel für die Ärmsten der Armen bewegt haben.

Er ehrte Andrea und Peter Piesch für 35 Jahre Hilfe für Schulen in Nepal durch die von ihnen gegründete Initiative. Maria Sommer-Schneider und Karlheinz Schneider erhielten die Medaille für zahlreiche Einsätze in Pakistan, Rumänien und Uganda im Auftrag der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit beziehungsweise begleitend zu Einsätzen dort.

Anne Marie und Peter Schwittek wiederum haben ihr Herz an Afghanistan verloren, verbringen viele Monate des Jahres dort und helfen über ihren Verein Ofarin ebenfalls seit Jahrzehnten unermüdlich mit, die Lebensbedinungnen in ihrer zweiten Heimat zu verbessern und die hohe Rate an Analphabeten zu senken.

Karlheinz Schneider sprach allen Geehrten aus dem Herzen, als er berichtete, wie es ist nach einem Einsatz im Ausland zurückzukehren. "Es ist wunderschön nach Deutschland zu kommen und zu sehen, was hier alles prima funktioniert - und dort nicht. Noch schöner ist es, nach Randersacker zu kommen, wo es sich prima leben lässt. - Ich kann die viele Kritik an unserem Land nicht verstehen."

Geehrte und Bürgermeister beim Neujahrsempfang (von links): Peter und Anne Marie Schwittek, Michael Sedelmayer, Andrea und Peter Piesch, Karlheinz Schneider und Maria Sommer-Schneider, Peter Rost und Oliver Liedtke.
Geehrte und Bürgermeister beim Neujahrsempfang (von links): Peter und Anne Marie Schwittek, Michael Sedelmayer, Andrea und Peter Piesch, Karlheinz Schneider und Maria Sommer-Schneider, Peter Rost und Oliver Liedtke. Foto: Traudl Baumeister

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