WÜRZBURG

In Sonderpflegefamilien die alten Muster durchbrechen

Simon ist kein trotziges Kind. Ganz im Gegenteil. Er ist beängstigend still. Wenn die anderen Kinder spielen, steht er da und schaut zu. Der Fünfjährige weiß nicht, wie das geht: Spielen. Bisher hat ihm noch nie jemand spielerisch einen Ball zugekickt. Oder eine Frisbeescheibe zugeworfen.
Großer Bedarf: Ingrid Braun und Wilfried Ziegler ziehen eine Bilanz über zehn Jahre Sonderpflegefamilien in der Stadt Würzburg. Foto: Foto: Pat Christ
Simon ist kein trotziges Kind. Ganz im Gegenteil. Er ist beängstigend still. Wenn die anderen Kinder spielen, steht er da und schaut zu. Der Fünfjährige weiß nicht, wie das geht: Spielen. Bisher hat ihm noch nie jemand spielerisch einen Ball zugekickt. Oder eine Frisbeescheibe zugeworfen. Oder mit ihm einen Nachmittag lang eine Fantasiegeschichte entwickelt. Simon ist ein großer Puzzler. Das ist das einzige Spiel, das er kennt. Obwohl der Junge so ruhig ist, gilt er als ein schwieriges Kind mit vielen sozialen Defiziten. Das ist kein Wunder: Simon wurde von seinen Eltern stark vernachlässigt. Kürzlich nahm ...
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