THÜNGERSHEIM

In Thüngersheim knallen erneut die Korken

Spendensammler:  Norbert  Hägls-perger, Vorsitzender des Fördervereins.
Spendensammler: Norbert Hägls-perger, Vorsitzender des Fördervereins. Foto: Günther Hillawoth

„Das war echt knapp“. Norbert Häglsperger, dem Vorsitzenden des Fördervereins für die Thüngersheimer Sporthalle, stand die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. Es liegen nun alle Genehmigungen für einen vorzeitigen Baubeginn vor.

Mit steigender Nervosität hatten die Verantwortlichen in den vergangenen Tagen auf die letzte noch ausstehende Entscheidung gewartet. Am Dienstagnachmittag bekam schließlich auch der Thüngersheimer Sportverein (TSV) grünes Licht vom Bayerischen Landessportverband.

Der TSV tritt als Bauherr für die Kegelbahn in der neuen Sporthalle auf. Und es darf nur gebaut werden, wenn eine Zusage vom BLSV vorliegt. Dessen Förderung für die Kegelbahn ist also auch sicher. Eine Entscheidung über die Zuschusshöhe fällt allerdings erst Mitte Dezember, sagte Norbert Häglsperger auf Anfrage.

Die Regierung von Unterfranken hatte längst grünes Licht gegeben und – so Häglsperger – eine Förderung von 1,2 Millionen Euro zugesichert. Letztlich ging es um das Plazet des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV) für die Kegelbahn.

Das Ganze ist bis zur Genehmigungsreife eine komplizierte Angelegenheit. Weil es sich bei diesem Projekt um einen sogenannten „Altfall“ handelt, der allerdings eine verbes-

„Wir möchten gerne gemeinsam dieses einmalige Ereignis feiern“

Norbert Häglsperger Fördervereins-Vorsitzender

serte Förderung beinhaltet, muss der Baubeginn noch in diesem Jahr erfolgen und die erste Kostenrechnung vorliegen. Ein verspäteter Baubeginn hätte erhebliche Einbußen bei den Fördermitteln zur Folge.

Jetzt geht's also los: Als erste offizielle Handlung erfolgt am Samstag, 19. November, um 16 Uhr der offizielle Spatenstich auf dem Dorfplatz vor der künftigen Dreifeld-Sporthalle.

Im Anschluss an den Spatenstich lädt der Förderverein um 17 Uhr die Thüngersheimer Bevölkerung zu einer „Benefiz-Spatenstich-Weinprobe“ in die alte TSV-Turnhalle ein. Neben der Verkostung Thüngersheimer Weine, die allesamt vom „Sponsorenteam Weingüter“ spendiert werden, gestalten Thüngersheimer Gruppen und Künstler diesen Abend. „Mit dieser Veranstaltung, die einen sichtbaren Bogen zwischen alter und neuer Halle spannen soll, möchten wir gerne gemeinsam dieses einmalige Ereignis feiern“, so Förderverein-Vorsitzender Norbert Häglsperger.

Bürgermeister Markus Höfling betonte in einem Gespräch mit der Main-Post, dass von Seiten der Verantwortlichen in vielen Verhandlungen alles unternommen wurde, um in den verbleibenden Wochen bis zum Jahresende die ersten Baumaßnahmen durchführen zu können. Vor fast genau einem Jahr hatte der Bürgermeister in einer Informationsveranstaltung die Bevölkerung informiert.

In einer legendären Sitzung am 11. Augst dieses Jahres in der Aula der Schule sprachen sich die Gemeinderäte mit einem einstimmigen „Ja“ für die Sporthalle aus. Mit ihrer Entscheidung hatten sie die rund 200 anwesenden Bürger in einem wahren Freudentaumel versetzt. Vor der Halle wurde an diesem lauen Sommerabend anschließend ausgiebig gefeiert.

Die Bürger, Vereine und Betriebe setzten mit Spenden von über 150 000 Euro ein Zeichen. Spontan traten 130 Thüngersheimer dem neu gegründete Förderverein bei. Mittlerweile hat diese Institution die Anerkennung der Gemeinnützigkeit erhalten und konnte einen Plan zur Beschaffung der erforderlichen Mittel vorlegen.

Mit dem Bau der Sporthalle geht ein lang ersehnter Wusch der Thüngersheimer Bevölkerung in Erfüllung.

Projekt Sporthalle

Gesamtkosten: 2,8 Millionen Euro;

Finanzierung: • Freistaat Bayern - 1,2 Millionen; • Gemeinde - 800 000 Euro;

Steuerrückvergütung: 300 000 Euro;

Spenden: 300 000 Euro veranschlagt;

Spenden aktuell: 154 139,05 Euro;

Unterhaltungskosten: 50 000 Euro pro Jahr. Verantwortlich dafür ist der Förderverein, der größter Verein in Thüngersheim werden will. Mitglieder: rund 250.

Baubeginn: noch 2011;

Fertigstellung und Bezug: Drittes oder viertes Quartal 2012.

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