WÜRZBURG

In der Silvesternacht: Friedlich das neue Jahr begrüßen

Die Straßenbahn weist mit Zetteln darauf hin, dass in der Silvesternacht der Straßenbahnverkehr in der City unterbrochen wird. Foto: Thomas Obermeier

Ohne Verletzungsgefahr in der Silvesternacht friedlich das neue Jahr begrüßen: Das ermöglicht die Stadt schon zum elften Mal in der Sicherheitszone rund um den Vierröhren-Brunnen und auf der Alten Mainbrücke. Seit 2003 feiern dort je nach Wetter bis zu 5000 Menschen ohne Scherben und Böller.

„Das Konzept hat sich bewährt, es hat in den vergangenen Jahren dort praktisch keine Verletzungen mehr gegeben“, betont Kommunalreferent Wolfgang Kleiner, der mit seinen Informationen zur Silvesternacht inzwischen schon traditionell die letzte städtische Pressekonferenz des Jahres bestreitet.

5000 Pappbecher

Es hat sich nichts geändert im Vergleich zu den letzten Jahren: Um 21 Uhr wird im Rathaus die Einsatzzentrale eingerichtet, ab 22 Uhr stehen die Sperren rund um die Alte Mainbrücke und den unteren Bereich der Domstraße. An acht Zugängen achten Polizei und Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes darauf, dass alle Glasflaschen, Gläser und Feuerwerkskörper draußen bleiben.

Sie landen in einer der vierzig aufgestellten Mülltonnen. Alkoholische Getränke können vor Betreten der Sicherheitszone in Pappbecher umgefüllt werden – es stehen 5000 Stück zur Verfügung. „Es gibt kein Alkoholverbot, wir wollen nur der Verletzungsgefahr durch Glasscherben und Feuerwerkskörper vorbeugen“, betont Kleiner. Je nach Andrang bleibt die Sicherheitszone bis maximal 2 Uhr bestehen, zeitweise verkehrt in der Domstraße auch keine Straßenbahn.

Als „Silvester-Express“ bietet die WVV in der Silvesternacht schon ab 20 Uhr zwei Straßenbahn- und fünf Buslinien kostenlos an – alle Informationen darüber gibt es im Internet unter „www.wvv.de“.

Polizei-Einsatzleiter Manfred Klemm weist darauf hin, dass seine Beamten, unterstützt von der Bereitschaftspolizei, nicht nur an den Einlassstellen stehen, sondern auch in der Sicherheitszone unterwegs sein werden. „Wir werden auch auf unkontrollierten Alkoholgenuss bei Jugendlichen achten“, so Klemm.

Feuerwehr und Rettungsdienste sind wie immer unter der einheitlichen Notrufnummer „112“ zu erreichen. „In der Silvesternacht verdoppeln wir die Zahl der Rettungswagen“, so Einsatzleiter Uwe Kinstle von den Johannitern. Malteser, BRK und Johanniter haben zusammen zehn Rettungsfahrzeuge im Einsatz. Auch das Personal in der Einsatzzentrale wird verdoppelt, außerdem sind zusätzliche Notärzte im Einsatz. „Und wir können bis zu hundert Mann der Einsatzbereitschaft von zuhause holen“, so Kinstle.

Er appelliert an alle Bürger, leere Glasflaschen nur abzustellen und nicht zu zerschlagen. Durch Glasscherben auf der Straße kann im schlimmsten Fall ein Rettungseinsatz verhindert werden, wenn dadurch ein Reifen am Rettungsfahrzeug beschädigt wird. Sollten Menschen nach dem übermäßigen Konsum von Alkohol nicht mehr ansprechbar oder bewusstlos sein, „dann bitte sofort die Einsatzzentrale informieren. Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig“, betont Kinstle.

Auch die Feuerwehren sind in erhöhter Alarmbereitschaft. Torsten Maiwald von der Berufsfeuerwehr bittet alle Bürger, in der Silvesternacht brennbare Materialien aus den Gärten und von den Balkonen zu entfernen, die Fenster zu schließen und die Feuerwehr-Zufahrten frei zu halten. Wichtig sei auch, nur in Deutschland zugelassene Feuerwerkskörper zu verwenden und „mit Bedacht damit umzugehen“.

Festung ab 20 Uhr geschlossen

Auch die Bayerische Schlösserverwaltung erinnert an ihre Sicherheitsmaßnahmen in der Silvesternacht: Rund um Festung und Residenz darf wegen erhöhter Brandgefahr kein Feuerwerk abgebrannt werden, das gilt insbesondere für den gesamten Residenzplatz. Die Festungsanlage schließt an Silvester um 20 Uhr. Das Käppele ist bereits ab 17 Uhr geschlossen.

Am Neujahrsmorgen ab 4 Uhr sind dann wieder die Stadtreiniger mit 50 Mann und sieben Großfahrzeugen im Einsatz, um die Spuren der Silvesternacht möglichst rasch zu beseitigen. Unterstützt werden sie an zentralen Straßen und Plätzen wie seit vielen Jahren von gut 30 Freiwilligen der muslimischen Ahmadiyya-Glaubensgemeinschaft und ihrer Jugendorganisation.

Friedlich durch die Silvesternacht: Glasflaschen und Silvesterfeuerwerk wie auf unserem Bild sind auch in diesem Jahr in der Domstraße, am Vierröhrenbrunnen und auf der Alten Mainbrücke tabu. Foto: Thomas Obermeier

Schlagworte

  • Redaktion Süd
  • Brunnen
  • Festungen
  • Polizei
  • Sicherheitskonzepte
  • Sicherheitszonen
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!