WÜRZBURG

Jetzt 3550 Arbeitslose in Würzburg

„Erwartungsgemäß und jahreszeitlich üblich“ ist die Arbeitslosigkeit im Ferienmonat August spürbar angestiegen, schreibt die Agentur für Arbeit in ihrem aktuellen Bericht. Im Würzburger Stadtgebiet liegt die Quote jetzt bei 5,3 Prozent, was 3550 Jobsuchenden entspricht.

Im gesamten Agenturbereich waren Mitte August 9563 Frauen und Männern arbeitslos gemeldet – 758 mehr als im Juli und 392 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich gegenüber dem Vormonat hier um 0,2 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent (Vorjahr 3,3 Prozent).

Die Veränderung gegenüber dem Vormonat fiel um rund 50 Personen höher aus als im Durchschnitt der zurückliegenden vier Jahre, meldet die Agentur. Ob diese Entwicklung bereits Vorbote einer konjunkturellen Abkühlung ist, sei derzeit noch nicht erkennbar, „auch wenn die Beschäftigungsdynamik in den letzten Wochen und Monaten an Schwung verloren“ habe.

Eugen Hain, Vorsitzender der Geschäftsführung der Würzburger Agentur für Arbeit, meint jedenfalls, dass die Region „noch erfolgreich der am Horizont aufziehenden Eintrübung am Arbeitsmarkt“ trotze.

In allen drei Landkreisen des Agenturbezirkes und der Stadt Würzburg ist die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat gestiegen. Während die Landkreise bei der Arbeitslosenquote einen Zuwachs um jeweils 0,2 Prozentpunkte verzeichneten, stieg die Quote in der Stadt Würzburg um 0,5 Prozentpunkte auf 5,3 Prozent (3550 Arbeitslose). Mit 1445 Arbeitslosen errechnete sich für Kitzingen eine Quote von exakt drei Prozent, für den Landkreis Würzburg von 2,9 Prozent (2592 Arbeitslose) und für Main-Spessart von 2,7 Prozent (1976).

Zwei Landkreise behaupten sich

Im Vorjahresvergleich konnten sich nur die Landkreise Würzburg und Kitzingen behaupten. Die Quoten blieben gegenüber dem Berichtsmonat unverändert. Einen Anstieg in den zurückliegenden zwölf Monaten um 0,2 Prozentpunkte oder 133 Arbeitslose verzeichnete Main-Spessart und um 0,3 Prozentpunkte oder 285 Arbeitslose das Stadtgebiet.

Die gestiegene Arbeitslosigkeit hatte überwiegend saisonale Gründe, schreibt die Agentur. Während sich vermehrt Schulabgänger und junge Leute nach beendeter Berufsausbildung arbeitslos meldeten, stellten die Unternehmen in der Sommerpause weniger Personal ein.

Jugendliche waren daher laut Agenturbericht verstärkt von Arbeitslosigkeit betroffen. Gegenüber Juli ist der Bestand an Jüngeren unter 25 Jahren um knapp 48 Prozent auf 1371 angewachsen. Mit dem Ende der Ferien- und Urlaubszeit und dem Studienbeginn könne jedoch bald wieder mit einer Entspannung gerechnet werden.

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