WÜRZBURG

Joachim Schulz: Der Frontmann verlässt die Posthalle

Verlässt die Posthalle: Mitbetreiber Joachim Schulz will künftig wieder mehr eigene Konzerte veranstalten. Foto: Thomas Obermeier

Er war drei Jahre lang „die Posthalle“ mit all ihren Konzerten und Veranstaltungen wie Public Viewing bei Welt- und Europameisterschaften. Jetzt verlässt Mitbetreiber und Frontmann Joachim „JoJo“ Schulz die Posthalle. Der Schritt fällt ihm nicht leicht, denn „das war ja mein Baby“. Künftig ist der 38-Jährige stiller Teilhaber, steckt also finanziell noch in der Verantwortung für die Veranstaltungshalle. Aber das aktive Geschäft überlässt er künftig seinem Teilhaber Volker Hirsch.

Der gebürtige Wertheimer will mal wieder etwas Neues anpacken: „Nach einer schwierigen Ausgangslage läuft die Posthalle jetzt auf Hochtouren. Ich will mehr Konzerte selbst veranstalten.“ Von Heavy Metal bis zu spannenden Lesungen mit Schriftstellern, von der Posthalle, über den Soundpark bis zum Luisengarten will er unter dem Namen „Tunefish Entertainment“ in Würzburg Unterhaltung bieten, wie auch schon vor seiner Posthallen-Zeit.

Sein Rückzug aus dem aktiven Geschäft hat nichts mit dem Autonomen Kulturzentrum auf dem Bürgerbräu-Gelände an der Frankfurter Straße zu tun. Der Kulturbetrieb wurde dort im April 2009 eingestellt. Seitdem werden Nachfolger mit Konzepten gesucht. Schulz: „Es gibt eine Absichtserklärung, dass die Stadt dort mit mir zusammenarbeiten will.“ Aber nach seinen Informationen liegt das Projekt auf Eis.

Die Zeit in der Posthalle war nicht immer leicht, erinnert sich Schulz. Von der Eigentümerin mfi (Management für Immobilien AG), die dort das Einkaufszentrum Würzburg Arcaden bauen wollte, aber an einem Bürgerentscheid scheiterte, bekam die Firma PH Event von Hirsch und Schulz einen sechsjährigen Mietvertrag.

Nach drei Jahren forderte die Stadt mehr Sicherheit bei den Veranstaltungen und PH Event musste eine sechsstellige Summe investieren, um den weiteren Betrieb zu garantieren. In dieser Zeit – im Sommer 2010 – war die Halle während des Umbaues geschlossen. Die Baumaßnahmen zogen sich hin und es gab durchaus Vorwürfe von Seiten der Stadt, die Betreiber hätten sie nicht mit dem nötigen Elan angegangen. Schulz: „Ich musste mir in der Zeit einige Watschen für andere abholen, aber am Ende zählt doch das Ergebnis mit der Möglichkeit, nun ohne Ballast durchstarten zu können.“

Die Terminkalender für die nächsten Monate sind sind jedenfalls gut gefüllt, viele Konzerte rollen auf die Halle am Bahnhof zu. Musikfans müssen sich wohl wegen des Wechsels an der Spitze keine Sorgen um das Angebot machen. Und einer der die Posthalle ständig anbuchen wird, ist Schulz selbst.

Posthallen-Konzerte: Blumentopf, 26. Februar; Wir sind Helden, 10. März; Pohlmann, 16. März; Magnum, 29. März; Die Apokalyptischen Reiter, 5. April.

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